Die Boulevardzeitung "Bild" prüft rechtliche Schritte gegen Franjo Pooth. Sie bezichtigt den Ehemann von Werbeikone Verona Pooth der Lüge. Die Zeitung hatte am 20. Februar Bestechungsvorwürfe gegen Franjo Pooth enthüllt. Der Geschäftsmann soll laut "Bild" Sparkassen-Vorstände mit teuren Fernsehgeräten bestochen haben, um an Kredite für seine Firma "Maxfield" zu kommen.
In der Folge schaltete Franjo Pooth seinen Rechtsanwalt ein, der die Berichterstattung verbieten wollte. Die Behauptungen von "Bild" seien "völlig unsubstantiert und stellen eine Vorverurteilung unseres Mandanten dar", liess der Anwalt das Springer-Blatt wissen. Per Unterlassungserklärung sollte Bild versichern, nicht mehr über die Korruptionsaffäre zu berichten.
44 Tage später folgte laut Bild.de dann die Kehrtwende. Nun räumt Franjo Pooths Strafverteidiger Christian Richter in einer schriftlichen Erklärung ein, dass es zutreffend sei, dass es solche Lieferungen gegeben habe und eine Rechnungslegung erst nach Beginn der Ermittlungen erfolgte. Die Staatsanwalt ermittelt gegen Franjo Pooth wegen des Verdachts auf Bestechung. "So halten es die Stars mit der Wahrheit", titelt nun das Boulevardblatt nicht ohne Häme.

