17.03.2015

Myanmar

Zeitungen protestieren gegen Festnahmen von Journalisten

Redaktionen boykottieren die Medienveranstaltungen der Regierung.

Mehrere Zeitungen in Myanmar haben gegen die mutmassliche Schikane von Journalisten durch die Polizei protestiert. Anstelle eines Fotos auf seiner Titelseite veröffentlichte die "Myanmar Post" bereits am Montag eine schwarze Box (vgl. z.B. irrawaddy.org). Zehn weitere Zeitungen planten einen Boykott von Medienveranstaltungen der Regierung und wollten den dafür vorgesehenen Platz leer lassen, sagte Myint Kyaw vom Myanmar Journalist Network am Dienstag.

Hintergrund ist ein Angriff auf mehrere Journalisten während eines Studentenprotests am 10. März in Letpadan, nördlich von Rangun. Dabei seien zwei Journalisten festgenommen und erst nach drei Tagen wieder freigelassen worden, berichtete das Magazin The Irrawady vergangenen Freitag. Der festgenommene "Myanmar Post"-Reporter Nyan Lin Tun hatte dem Magazin gesagt, dass er während seiner Festnahme geschlagen, während der Haft aber gut behandelt worden sei. (sda/dpa)

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