26.03.2013

Burma

Zeitungsmonopol fällt - 16 neue Tageszeitungen

Bislang durften private Zeitungen nur als Wochenblätter erscheinen.

Rangun In Burma fällt am 1. April das fast 50 Jahre alte Staatsmonopol auf Tageszeitungen. 16 private Verlage haben Lizenzen für Tageszeitungen erhalten, acht davon in dieser Woche, berichtete die staatliche Tageszeitung "Kyaymon" (deutsch: Spiegel) am Dienstag. Aus dem Verlag kommt auch das englischsprachige Sprachrohr der Regierung, das "Neue Licht von Burma". Bislang durften private Zeitungen nur als Wochenblätter erscheinen.
 
Zudem mussten die Ausgaben bis August 2012 vor Veröffentlichung dem Zensor vorgelegt werden. Journalisten und Herausgeber unterliegen nach wie vor strikten Auflagen. Sie können aufgrund ihrer Veröffentlichungen angeklagt werden. Ein neues Mediengesetz hängt im Parlament fest. Die Verabschiedung wurde Mitte März nach scharfer Kritik von Journalisten im In- und Ausland verschoben. Es hätte unter anderem Themen wie die umstrittene Verfassung oder Berichterstattung über Ereignisse, die Unruhen anheizen können, verboten. 

2011 endete in Burma nach fast 50 Jahren die Militärherrschaft. Die Zivilregierung besteht überwiegend aus pensionierten Generälen, unternimmt jedoch Schritte zu einer Öffnung des Landes.(sda/dpa)

 


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