24.09.2007

Herisauer Zeitung

Zu Unrecht tot gesagt

Falschmeldung sorgt im Appenzell für rote Köpfe.

"Wieder alles beim Alten": Unter diesem Titel veröffentlichte die an das "St.Galler Tagblatt" angeschlossene "Appenzeller Zeitung" am Samstag einen Nachruf auf die "Herisauer Zeitung". Aus dem Umstand, dass die kostenlose Wochenzeitung vergangene Woche nicht erschienen war, schloss die Redaktion, dass das Blatt eingestellt wurde. Sie lag damit aber falsch, wie der kleine Herisauer Verlag am Samstag in einer Richtigstellung festhält. Entgegen den Behauptungen existiere das Blatt nämlich weiter wie bisher.

Das Nichterscheinen der Zeitung ist laut Communiqué auf Probleme in der Druckerei zurückzuführen: Die "Herisauer Zeitung" und das Partnerblatt "Appenzeller Rundschau" stellten vergangene Woche vom kleineren Tabloid zum Grossformat um. Gedruckt werden die beiden Titel bei der Zehnder Print AG in Wil. Letzte Woche wurde dort ebenfalls die neue Gratiszeitung ".ch" gedruckt. Die engen Druckpläne hätten in der Folge zu einer technischen Panne geführt, weshalb bloss die Gesamtausgabe der "Appenzeller Rundschau" in Herisau verteilt wurde.

In der Richtigstellung wirft der Verlag der "Appenzeller Zeitung" vor, ihn nicht ein einziges Mal kontaktiert zu haben, um diese Behauptung zu verifizieren oder dementieren zu lassen. Die journalistische Fehlleistung hat laut "Herisauer Zeitung" vor allem einen Grund: Für Verunsicherung bei den Lesern, vor allem aber auch bei den Inserenten zu sorgen. Laut Wemf-Erhebung haben die Titel Herisauer Zeitung / Appenzeller Rundschau eine gemeinsame Reichweite von 32'000 Lesern -- damit seien sie die klare Nummer 1 in der Region. Verschiedene weitere Behauptungen, die im Artikel der Appenzeller Zeitung erhoben würden, seien nachweislich unwahr.



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