Das grösste Schweizer Privatradio aus dem Hause Tamedia steigt zukünftig weniger früh in die Hosen. Wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer gegenüber "persoenlich.com" bestätigt, beginnt das moderierte Programm bei Radio 24 am Samstag und Sonntag neu erst um 8 Uhr. Bisher startete die Sendung "Ufsteller" am Samstag bereits um 5.30 Uhr und am Sonntag um 6.30 Uhr.
Laut Zimmer wurden die Schichtpläne aus Rücksicht auf die Mitarbeitenden angepasst. Zudem habe man beim neuen Einsatzplan vor allem auch auf das Verhalten der Hörerschaft geachtet: "Die Zuhörerzahlen liegen am frühen Samstag- und Sonntagmorgen bei rund einem Drittel bis einem Fünftel unter den Werten der Zuhörerzahlen an einem normalen Arbeitstag", so Zimmer. Die News-Schlagzeilen werden am Samstag neu erst ab 6.30 Uhr gesendet. Gestrichen wurden damit das Kurz-Bulletin um 5.30 Uhr und die ausführlichen News um 6 Uhr. Sonntags wurden die 6.30-Schlagzeilen und die 7 Uhr-Nachrichten abgebaut.
Ab sofort wird auf 102,8 Megahertz auch nachts weniger lang moderiert. Das Non-Stop-Music-Programm von Sonntag bis Donnerstag beginnt neu bereits jeweils um 23 Uhr. Damit bietet Radio 24 nachts unter anderem keine Presseschau mehr. Allerdings sendet das hörerstärkste Schweizer Privatradio weiterhin um Mitternacht ein letztes Newsbulletin. Diesen Service bieten andere Zürcher Lokalradiostationen schon lange Zeit nicht mehr. "Die Presseschau wird am Morgen ausgestrahlt, weil Sie zu dieser Sendezeit ein grösseres Publikum erreicht", begründet Christoph Zimmer die Änderungen. Von "Abbau" will der Tamedia-Sprecher nichts wissen. Es handle sich hier um "eine alltägliche Anpassung an die Bedürfnisse der Zuhörerinnen und Zuhörer".
Die Programmreduzierung vor Mitternacht wird mit einem Ausbau im Abendprogramm sozusagen etwas kompensiert. Neu wird die unmoderierte halbe Stunde im Radio-24-Abendprogramm zwischen 18.30 Uhr und 19 Uhr ab sofort wieder von einem Moderator bzw. einer Moderatorin begleitet. Trotz der Programmanpassungen wird laut Zimmer mit den gleichen personellen Ressourcen wie früher gearbeitet.

