Der digitale Wandel in der TV-Welt geht an der Mehrheit der Zuschauer vorbei. Zwar werden immer mehr Sender lanciert und das TV-Angebot zersplittert dadurch immer mehr -- die Fernsehnutzung jedoch bleibt stabil und konzentriert sich auf wenige Sender. So lautet das bemerkenswerte Fazit einer Studie der deutschen Vermarktungsgesellschaft SevenOne Media.
Laut der Studie vereinen in Deutschland 41 von insgesamt 700 TV-Sendern einen kumulierten Marktanteil in Höhe von 95.5 Prozent auf sich. Weitere 3.5 Prozent fallen auf 100 im Panel erfasste Pay TV-Sender. Die restlichen 559 Free TV-Sender kommen zusammen gerade mal auf einen Marktanteil von einem Prozent.
Ein nicht viel anderes Bild ergibt sich in der Schweiz: Wie die Aargauer Zeitung vorrechnet, entfallen auf die zehn stärksten Sender -- also SF, RTL, Sat.1, ARD, ZDF, ProSieben, ORF, Vox, RTL 2 und ORF2 -- ebenfalls gut 75 Prozent. Der grosse Rest muss sich mit 25 Prozent zufrieden geben.
Je grösser also die Auswahl von Sendern, der sich der Konsument gegenübersieht, desto wichtiger werden die etablierten Programme. Laut der Studie bleibt fraglich, ob das TV-Publikum überhaupt jemals die Fernsehvielfalt nutzen wird, welche im über Digital-TV angeboten wird.

