Ein Fernsehzuschauer hat sich bei der Ombudsstelle über zu viel Sex im People-Magazin "glanz & gloria" beschwert. Es geht dabei um die Rubrik "Doppelpack", in dem Prominente intime Fragen beantworten, berichtet "Sonntag". Weil er bei der Ombudsstelle abgeblitzt ist, zieht der Zuschauer die Beschwerde nun weiter und hat diese bei der UBI eingereicht.
Stein des Anstosses sei die Sendung vom 16. Februar 2008, um 18.10 Uhr, in der Miss Schweiz Amanda Ammann und ihre Vorgängerin Christa Rigozzi Fragen zu sexuellen Vorlieben beantworteten. Für den Beschwerdeführer ist es unzulässig, solche Fragen zu einer Tageszeit zu behandeln, zu welcher auf anderen Sendern zum Teil noch die Kinderstunde ausgestrahlt werde.
Daniel Pünter, Redaktionsleiter "glanz & gloria", räumt ein, dass die gestellten Fragen zum Privat- und Sexleben Geschmackssache sind. Gesetzeswidrig sei die Rubrik deswegen aber nicht. "Die gesendeten Antworten sind nicht anstössig oder sexistisch. Was vor zwanzig Jahren vielleicht noch als unanständig galt, ist heute längst Gegenstand von Alltagsgesprächen."

