17.09.2013

ZKB

Zwei Mitarbeiter entlassen wegen kritischer Online-Kommentare

Bankeigene IT-Abteilung konnte Spuren zurückzuverfolgen.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) soll zwei Mitarbeitern gekündigt haben, die sich online negativ über den ZKB-Chef Martin Scholl äusserten. Laut einem Bericht im "Tages-Anzeiger" (TA) vom Dienstag wurden die betreffenden Aussagen im Kommentarforum zu einem Artikel auf dem Branchenportal "Inside Paradeplatz" gemacht, der Scholls Führungsarbeit bei der Zürcher Kantonalbank kritisch beleuchtete. "Management by Buddies", heisst es darin, "so führt Scholl die viertgrösste Schweizer Bank". Dasselbe Portal habe nun auch über die Kündigungen berichtet. Laut TA wollte sich die ZKB selbst nicht äussern.

Offenbar soll ZKB-Chef Martin Scholl persönlich durchgesetzt haben, dass die kritischen Kommentarschreiber entlassen wurden. Zuvor war es Experten der bankeigenen IT-Abteilung gelungen, die Spur von den vermutlich anonym abgegebenen Kommentaren zu den Geschäftscomputern der Betroffenen zurückzuverfolgen. Juristisch gebe eine Klausel in den Arbeitsverträgen der ZKB das Recht, den Datenschutz der Mitarbeiter in gewissen Fällen aufzuheben. (TA/eh)


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