Das deutsche Kartellamt hat bei der geplanten Übernahme zahlreicher Blätter des Axel-Springer-Verlags durch die Essener Funke Mediengruppe eine erste Genehmigung erteilt.
Demnach darf Funke das "Hamburger Abendblatt", die "Berliner Morgenpost", mehrere Anzeigenblätter sowie die Frauenzeitschriften der Axel Springer AG schlucken, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Die geplante Übernahme der Programmzeitschriften sowie die Gründung zweier Gemeinschaftsunternehmen in den Bereichen Vermarktung und Vertrieb werden dagegen noch geprüft.
Springer hatte Ende Juli bekanntgegeben, für 920 Millionen Euro traditionsreiche Blätter wie das "Hamburger Abendblatt" und die "Hörzu" an die Funke-Mediengruppe zu verkaufen. Die Transaktion sorgte deutschlandweit für viel Wirbel. Springer erwarte, dass die noch ausstehenden Entscheidungen des Kartellamts im kommenden Jahr gefällt werden, bekräftigte der Medienkonzern am Dienstag. Der Gesamtumfang der Transaktion bleibe unverändert.
In der Schweiz gehören unter anderem die "Handelszeitung" und der "Beobachter" zu Axel Springer. Hinzu kommen Fachmagazine und Programmzeitschriften. Axel Springer will sich vermehrt aufs Internet ausrichten. (sda)

