Der italienische Journalist Valter Lavitola, der in einen Skandal um mutmassliche Erpressung des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi involviert ist, ist am Mittwoch von einem Berufungsgericht zu 16 Monaten Haft verurteilt worden.
Erstinstanzlich war er im vergangenen April zu zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Er hatte zugegeben, vom Medienzaren fünf Millionen Euro verlangt zu haben.
Lavitola, Ex-Chefredaktor der Tageszeitung "L'Avanti", war im April 2012 verhaftet worden, nachdem er sich nach einer mehrmonatigen Flucht im Ausland zur Rückkehr nach Italien entschlossen hatte. Der Journalist gilt als Drahtzieher in einem Skandal um die Erpressung Berlusconis, der 2011 für einen Eklat gesorgt hatte.
Lavitola sollt versucht haben, von Berlusconi fünf Millionen Euro für Falschaussagen über Callgirls zu erpressen, die in der römischen Residenz des Medienzaren verkehrten. Berlusconi war damals italienischer Premier. (sda)
06.11.2013
Italien
Journalist wegen versuchter Erpressung Berlusconis verurteilt
Valter Lavitola muss 16 Monate in Haft.
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