26.08.2013

Spiegel

Machtkampf vor Wolfgang Büchners Antritt

Neuer Chefredaktor stellt der Redaktion die Vertrauensfrage.

In der Redaktion des "Spiegels" herrscht ein Machtkampf: Der neugewählte Chefredakteur Wolfgang Büchner hat die Vertrauensfrage gestellt. Am 1. September sollte Büchner seinen neuen Posten antreten. Nikolaus Blome, stellvertretender "Bild"-Chefredaktor sollte sein Stellvertreter werden (persoenlich.com berichtete), doch zahlreiche Mitarbeiter aus der Redaktion sind mit dieser Nachricht wenig zufrieden. Die "SZ" schreibt sogar von einer "dramatischen Geschichte", die sich seit der Bekanntgabe von Blomes Engagement ereignet habe. Es heisst, dass Büchner seine Arbeit nicht wie vorgesehen am 1. September aufnehmen könne, wenn ihm das nötige Vertrauen nicht ausgesprochen wird.

Bereits die Art und Weise wie Büchner seinen Stellvertreter Blome ankündigte, sei "extrem ungeschickt" gewesen, wie sogar Anhänger von Büchner verlauten lassen. "Büchner soll auf viele Fragen, die sich auf die politische Linie des 'Spiegels' mit Blome als Vize bezogen, geantwortet haben, er 'verstehe die Frage nicht'", berichtet die "SZ" weiter. Blome gilt als erzkonservativ und kanzlernah.

Die Mitarbeitenden des "Spiegels" schafften es innert kürzester Zeit nach der Verkündigung von Bomel als stellvertretender Chefredaktor, 100 nötige Unterschriften zusammen zu kriegen, um eine ausserordentliche Versammlung der Mitarbeiter einzuberufen. Unisono soll am kommenden Mittwoch gegen Blome als stellvertretenden Chefredaktor gestimmt werden. Büchner erwartet seinerseits, dass sich die Mitarbeitenden für Blome und damit für ihn aussprechen. (lf)

 

 


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen
Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören