24.09.2021

Katholisches Medienzentrum

Adrian Müller ist neuer Präsident

Er folgt auf Odilo Noti. Auch Urban Fink-Wagner verlässt den Vorstand. Es treten zwei Frauen ein.
Katholisches Medienzentrum: Adrian Müller ist neuer Präsident
Die strategische Führung des Vereins Katholisches Medienzentrum geht über in die Hände von Adrian Müller. (Bilder: zVg)

Die strategische Führung des Vereins Katholisches Medienzentrum geht über in die Hände von Adrian Müller. Er wurde an der Generalversammlung vom Donnerstag in Zürich zum neuen Präsidenten gewählt. Er löst damit Odilo Noti ab, der sich seit 2014 als Präsident für die Neuausrichtung der katholischen Medienarbeit eingesetzt hat, wie es in einer Mitteilung heisst.

Müller ist Kapuziner mit Wohnsitz im Kapuziner-Kloster Schwyz. Er war Guardian des Klosters Rapperswil. In der Medienarbeit der katholischen Kirche kennt er sich «ausgezeichnet» aus, wie es weiter heisst. Als Vorstandsmitglied der früheren Presseagentur Kipa und seit 2014 als Vorstandsmitglied des Katholischen Medienzentrums habe er sich für die strategische Führung der Publizistik bei kath.ch eingesetzt. Müller ist zudem Journalist und gibt die Kapuzinerzeitschrift ITE heraus.

«Da ist viel in Bewegung in der Kirche und der Welt. Veränderungen prägen unseren religiösen und medialen Alltag. Das ergibt neue Chancen, die es wahrzunehmen und zu gestalten gibt», sagte der neue Präsident an der Generalversammlung. Seine persönliche Motivation für das Amt: «Ich bin interessiert, dass auch durch den innerkirchlichen Dialog stets wieder neu Antworten auf die Fragen unserer Zeit gesucht und ausgehandelt werden. Dazu braucht es gute Information, Diskussion, Auseinandersetzung und auch Einordnung. Und da hat das katholische Medienzentrum eine wichtige Aufgabe, die ich gerne mit dem Vorstand und anderen angehen werde.» Adrian Müller fügt hinzu: «Dabei zeigen die Missbrauchsfälle und andere Konflikte, dass gut hingeschaut werden muss, damit Machtmissbrauch in der Kirche verhindert wird.»

Zwei Personen verlassen das Medienzentrum

Odilo Noti hat die Medienarbeit des Katholischen Medienzentrums geprägt. In einer sehr dynamischen Entwicklung von der Gründung des Newsrooms kath.ch im Jahr 2015 bis zur Neupositionierung der Publizistik mit dem Fokus «katholisch, aktuell, relevant» hat er einen starken Einfluss ausgeübt. Der Vereinsvorstand dankt dem Präsidenten für sein strategisches Geschick und sein ausserordentliches Engagement. Insgesamt war Noti von 2007 bis 2021 im Vorstand tätig.

Gemeinsam mit Odilo Noti verlässt auch Urban Fink-Wagner den Vorstand. Er hat von 2014 bis 2021 als Finanzverantwortlicher des Vereins eine wichtige Rolle übernommen. Er hat das Medienzentrum als Vizepräsident unterstützt und gefördert.

Auch in der Redaktion gibt es einen Abgang. Martin Spilker verlässt kath.ch Ende September auf eigenen Wunsch. Er hat von 2015 bis 2018 als Redaktionsleiter den Newsroom mitaufgebaut und von 2018 bis 2021 als Redaktor für kath.ch gearbeitet.

Vorstand wird diverser

Der Newsroom von kath.ch ist laut Mitteilung gut aufgestellt. Es gebe ein ausgewogenes Verhältnis von Journalistinnen und Journalisten. Mit der Wahl von neuen Vorstandsmitgliedern ergebe sich die Chance, auch die strategische Ebene diverser zu besetzen. Mit Esther Kuster und Sarah Paciarelli sind nun zwei Frauen gewählt, «die beide eine hohe Kompetenz in der Kommunikation ausweisen». Kuster aus der katholischen Landeskirche Aargau ist überzeugt: «Eine qualitativ hochwertige und authentische Berichterstattung über geeignete Kanäle und Plattformen ist mir wichtig, damit das katholische Medienzentrum eine adäquate Marktpositionierung erreicht.»

Kuster Esther

Paciarelli Sarah


Auch Paciarelli freut sich über die Wahl: «In meiner Funktion als Kommunikationsbeauftragte des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes schätze ich die gute Zusammenarbeit mit dem katholischen Medienzentrum bereits seit Jahren. Ich beobachte auch den beeindruckenden Wandel von kath.ch zu einer relevanten Medienmarke, die den Themen des katholischen Universums zu mehr Sichtbarkeit und letztlich auch zu mehr Lebendigkeit verhilft.» Zu ihrer Motivation fügt sie hinzu: «Es erfüllt mich mit Stolz, künftig gemeinsam mit den vielen Menschen, die kath.ch tragen, die Medienarbeit der römisch-katholischen Kirche der Schweiz mitgestalten zu dürfen.» (pd/cbe)



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