Nach Recherchen von insideparadeplatz.ch hatte diese auch der «Tages-Anzeiger» unter dem Titel «Zeig doch deine Assets ;-) ;-)» (Artikel bezahlpflichtig) prominent über einen Fall von sexueller Belästigung und Mobbing bei Ernst & Young berichtet. Nur zwei Tage nach Erscheinen des Textes im Tagi reagiert die Beratungsfirma und suspendiert einen Mitarbeiter auf Partnerstufe, der im Zentrum der Anschuldigungen steht. Er wird per sofort suspendiert, wie mehrere Medien, darunter tagesanzeiger.ch, berichten.
Die Europa-Chefin habe das so angeordnet. Zusätzlichen Druck hat laut «Tages-Anzeiger» die Organisation Swissleaks aufgebaut. Sie lancierte eine Onlinepetition und hängte am Donnerstag ein Plakat in Nähe des Sitzes von EY Schweiz auf mit dem Gesicht des weltweiten EY-Chefs Mark Weinberger zu sehen nebst Aufschrift: «Mark, clean up EY Switzerland now!».
EY verspricht nun, den Fall erneut prüfen zu wollen – diesmal von einer externen Firma. Sie kündigte ferner disziplinarische Massnahmen an gegen alle, welche den EY Global Code of Conduct missachtet hätten.
Bei dem Fall, der zwei Jahre zurückliegt, habe ein Schweizer Kadermitglied von EY eine deutlich jüngere Angestellte mündlich und per SMS belästigt.
Nach den ersten Berichten im Oktober sperrte EY insideparadeplatz.ch für die Mitarbeitenden und reichte Klage gegen das Online-Portal ein (persoenlich.com berichtete). (eh)

