27.06.2026

DS Studio

Schärer frischt die Marke FDP auf

Mit dem Slogan «Für alle, die den Wecker stellen» und einem erneuerten Erscheinungsbild zieht die FDP in den eidgenössischen Wahlkampf 2027 – entwickelt hat beides die Zürcher Agentur von David Schärer.
DS Studio: Schärer frischt die Marke FDP auf
Kaffee für Frühaufsteher, die anpacken. (Bild: zVg/DS Studio)

Die FDP hat an ihrer Delegiertenversammlung vom Samstag in Solothurn ihre Wahlkampfplattform für die National- und Ständeratswahlen vom 24. Oktober 2027 vorgestellt.

Unter dem Slogan «Für alle, die den Wecker stellen» rücke die Partei jene Menschen ins Zentrum, die mit ihrem Engagement zum Funktionieren des Landes beitragen, heisst es in der Mitteilung der Agentur. Vom Image, elitär zu sein, wolle die FDP wegkommen, berichtet die Nachrichtenagentur Keystone-SDA von der Versammlung.

Zum Image-Wechsel gehört ein überarbeiteter Markenauftritt: Wie Keystone-SDA von der Versammlung berichtet, wechselt die FDP auf eine besser lesbare Schrift, ersetzt ihr bisheriges dunkles Blau durch ein helleres Cyan und streicht den Zusatz «die Liberalen».


Zentrales Motiv ist ein Wecker – auf der Bühne in der Solothurner Rythalle stand laut Keystone-SDA ein überdimensionales Exemplar. «Wir wollen die Partei derjenigen sein, die das Land jeden Tag zum Funktionieren bringen», wird Müller in einer Mitteilung zitiert.


Die Sujets der Kampagne greifen gemäss der Mitteilung politische Themen in Alltagssprache auf, etwa mit Slogans wie «Die Partei der AHV-Loch-Stopfer» oder «Für alle, die aus Ideen Löhne machen».

Entwickelt wurde die Kampagne nach Angaben der Agentur gemeinsam mit Wahlkampfleiter und Ständerat Damian Müller sowie dem Generalsekretariat unter Jonas Projer.

Zum Auftakt zeigt die FDP zudem den Wahlfilm «La Suisse se réveille», der laut Mitteilung noch dieses Jahr in Openair-Kinos und auf digitalen Kanälen läuft. (pd/nil)


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KOMMENTARE

Hannelore Hoenig
30.06.2026 08:42 Uhr
Schliesse mich meinen Vorschreibern an. Sieht ja hübsch aus. Aber als (bisheriger) FDP-Wähler hätte ich mir etwas mehr Substanz/Fleisch gewünscht. Kommt mir etwas «merz» vor. Viel Blabla um nix und der deutsche BK meinte ja auch, dass man in D mehr arbeiten müsse. Ja ... das Liberale vermisse ich auch! «Leben und leben lassen. Und wir bekämpfen die Probleme für Euch" wäre mir lieber gewesen.
Yves Seiler
30.06.2026 06:31 Uhr
Ein Imagewechsel ist es. Ob dieser gelingt, mag ich allerdings stark bezweifeln. Weniger ist oft mehr.
Peter Eberhard
29.06.2026 10:36 Uhr
Wirklich sehr hübsch, das hellere Cyan. Und auch das mit dem Wecker. Könnte bei den nächsten Wahlen matchentscheidend sein. Und jetzt ernsthaft: Streichung von "Die Liberalen"? Das zentrale Alleinstellungsmerkmal gegenüber links/mitte/rechts.? Als würde man sich dafür schämen. Ich sehe leider schwarz, nicht blau.
Andreas Gossweiler
28.06.2026 12:56 Uhr
David Schärer hat schon den Wahlsieg von Perparim Avdili vermasselt. Grund genug für die Zürcher FDP, bei ihm eine weitere, zweifellos fürstlich bezahlte Kampagne zu beziehen. Was will die FDP uns damit sagen? Dass sie die einzige Partei sei, deren Wähler berufstätig seien? Damit wird die Partei in Zürich wohl kaum neue Wählerinnen und Wähler finden. Mich spricht das nicht an. Ich bin seit 40 Jahren voll berufstätig, habe keinen Tag lang gestempelt. Ich bin interessiert an Politikern, die Probleme lösen – Klimaprobleme, Verkehrsprobleme, Wohnungsmieten und so weiter. Zu diesen Themen erfahre ich nichts auf Schärers Plakaten.
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