10.03.2023

Kanton Basel-Stadt

Digitale Verwaltung wird vorangetrieben

Kantonale Dienstleistungen sollen künftig in Basel-Stadt rund um die Uhr zugänglich sein. Zugunsten der Kundenfreundlichkeit soll der Zugang über die Departemente hinweg vereinheitlicht werden. Dies sieht die Digitalstrategie vor, die das Finanzdepartement präsentierte.

Im laufenden Jahr sollen dabei mehrere Digitalisierungsschritte umgesetzt werden. Unter anderem soll das heutige «EKonto» zu einem «ePortal» weiterentwickelt werden. Dieses soll als einziges Zugangsportal für die kantonalen Dienstleistungen dienen, wie Finanzdirektorin Tanja Soland (SP) am Freitag vor den Medien sagte.

Künftig soll der ganze Prozess der Steuern digitalisiert werden. Bereits jetzt kann die Steuererklärung elektronisch eingereicht werden. Künftig soll es auch möglich sein, die Steuerrrechnung und allfällige Einsprachen digital abzurufen, wie Chief Digital Officer (CDO) Patrick Frauchiger erklärte.

Ebenfalls für das Jahr 2023 ist das Pilotprojekt zum E-Voting vorgesehen. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können im Rahmen eines Versuchs elektronisch an die Urne. Der Bundesrat hat dafür Basel-Stadt und zwei weiteren Kantonen die Erlaubnis erteilt.

Zusätzliche vier Millionen Franken für 2023

Für Digitalisierungsprojekte im Jahr 2023 stehen vier Millionen Franken zur Verfügung. Bei diesem Betrag handle es sich um eine zusätzlichen Topf zugunsten digitaler Transformation, sagte Soland. Es sei also ein ergänzender Betrag für teilweise bereits laufende Projekte.

Die Digitalisierung ist einer der Schwerpunkte im Legislaturplan 2021-2025 der Basler Regierung. Um die digitale Transformation der Verwaltung zu koordinieren, besteht seit 2022 der Posten des CDO, der dem Finanzdepartement untersteht. Dieser erarbeitete zusammen mit einem Entwicklungsteam aus allen Departementen die Digitalstrategie. Das Team legte auch die Prioritäten für die besagten Projekte im Jahr 2023 fest.

In Zukunft soll der digitale Schalter sieben Mal in der Woche 24 Stunden verfügbar sein, kommentierte CDO Frauchiger die Digitalstrategie. Ziel sei auch, dass alle Formalitäten mit mobilen Geräten erledigt werden können. Digitalisierung sei aber auch kein Selbstzweck. Zwar habe sie Priorität, es müssten aber auch Alternativen bestehen. «Wir wollen keine Menschen ausschliessen», sagte Frauchiger. (sda/cbe)



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