22.09.2021

Umfrage

Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Nicht mal jede zweite Organisation misst regelmässig, wie sich die eigene Reputation entwickelt.
Umfrage: Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit
An der Befragung haben mehr als 120 Kommunikationsprofis aus Unternehmen und PR-Agenturen aus der Schweiz teilgenommen. (Bild: Pixabay)

Für fast alle Unternehmen und Agenturen in der Schweiz ist eine gute Reputation wichtig oder sogar sehr wichtig. Doch nicht mal jede zweite Organisation misst regelmässig, wie sich die eigene Reputation entwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der dpa-Tochter News aktuell und Faktenkontor. An der Befragung haben mehr als 120 Kommunikationsprofis aus Unternehmen und PR-Agenturen aus der Schweiz teilgenommen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit tut sich in Sachen Reputation demnach eine grosse Lücke auf: Auf der einen Seite erachten 99 Prozent der Befragten den guten Ruf des Unternehmens als sehr wichtig (70 Prozent) oder wichtig (29 Prozent). Die Reputation nehme in Schweizer Unternehmen somit eine «herausragende Bedeutung» ein.

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Auf der anderen Seite haben laut Mitteilung nur einige Unternehmen tatsächlich konkrete Massnahmen etabliert, einen guten Ruf aufzubauen beziehungsweise ihn zu bewahren: So haben nur etwas mehr als die Hälfte von ihnen eine konkrete Strategie für den Auf- und Ausbau ihrer Reputation (60 Prozent). In jedem dritten Unternehmen wird gar keine Strategie für den Unternehmensruf aufgesetzt (36 Prozent). Drei Prozent der befragten Kommunikationsprofis sei nicht bekannt, ob es im Unternehmen diesbezüglich überhaupt eine Strategie gebe. 

44 Prozent der Unternehmen prüften gar nicht, wie sich ihre Reputation entwickle, wie es weiter heisst. Nur jedes zweite Unternehmen misst regelmässig, wie es um das eigene Unternehmensimage steht (49 Prozent) und sieben Prozent der Befragten wissen es nicht. Immerhin informierten von denjenigen, die Controlling-Massnahmen einsetzen, 93 Prozent regelmässig das Top-Management über die Fortschritte von Reputationskommunikation. (ots/tim)



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Kommentare

  • Lukas Zihlmann, 23.09.2021 08:31 Uhr
    Viele Unternehmen tun sich schwer mit dem Thema Reputation, weil es nicht einfach zu fassen ist. Strategisch muss das Thema auf Stufe VR/GL verankert sein, operativ sind neben der Unternehmenskommunikation alle weiteren Abteilungen involviert, die mit externen Stakeholdern im Austausch stehen. Und dann sollte das Ganze untereinander bezüglich Content und Kanälen richtig ausgesteuert werden. Keine simple Disziplin, aber machbar und vor allem äusserst lohnenswert.
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