Bei der Schweizerischen Public-Affairs-Gesellschaft (Spag), kommt es gemäss NZZ vom Mittwoch zu einer Kampfwahl ums Präsidium. Stefan Kilchenmann und Walter Stüdeli seien die beiden Kandidaten, die bei der ausserordentlichen Generalversammlung vom 2. Dezember in Bern um das Amt beim Verband der Lobbyisten kämpfen werden. Dieser ist seit Mitte Juli ohne Präsident, weil der damalige Vorsitzende Fredy Müller gekündigt hatte.
Kilchenmann ist seit 2008 Leiter Public Affairs bei der Swisscom und damit "faktisch der Cheflobbyist des Telekomunternehmens", so die NZZ weiter. Stüdeli ist seit 2003 Inhaber und Geschäftsführer der Berner Politik-Agentur Köhler, Stüdeli & Partner.
Insgesamt habe eine Findungskommission rund 20 Kandidaten angesprochen und mit vier von ihnen Gespräche geführt, erklärt Spag-Vizepräsident Reto Wiesli gegenüber der NZZ.
Richtungswahl
Im März hatte der Verband seine Standesregeln überarbeitet und verschärft. Damit wolle die Spag die Akzeptanz des oftmals kritisierten Berufsstandes verbessern, so die NZZ. Alle Spag-Mitglieder sollten künftig in einem öffentlichen Register ihre Mandate und Auftraggeber publizieren. Dies führte zu mehreren Austritten aus dem Verband. Überwacht wird diese neue Transparenz durch eine unabhängige Standeskommission, die ebenfalls am 2. Dezember von den Mitgliedern der Spag gewählt werden.
Mit Kilchenmann und Stüdeli stehe der Verband vor einer Richtungswahl, schreibt die NZZ. Die beiden Kandidaten repräsentieren zwei verschiedene Lobbyisten-Typen: Kilchenmann sei ein Lobbyist, der fix im Solde eines Unternehmens arbeite. Stüdeli dagegen sei ein Agentur-Lobbyist, der Mandate von verschiedenen Auftraggebern annehme. (NZZ)

