02.12.2021

Youstream

Epilepsie in Videos leicht erklärt

Die Filmproduktionsfirma hat für die Schweizerische Epilepsie-Liga 100 Erklärvideos in zehn verschiedenen Sprachen geschaffen.
Youstream: Epilepsie in Videos leicht erklärt
Die Epilepsie-Liga will mit mehrsprachigen Videos möglichst viele Menschen erreichen. (Bild: Schweizerische Epilepsie-Liga/Videomotiv)

Jede und jeder sollte wissen, was bei einem epileptischen Anfall zu tun ist – insbesondere, um Verletzungen zu vermeiden. Sind rund 80'000 Menschen in der Schweiz sind von Epilepsie betroffen. Wer Epilepsie in der Familie hat oder jemanden mit Epilepsie kennt, will aber vielleicht etwas mehr über diese häufige Erkrankung wissen: Wie können Anfälle aussehen, und was kann Epilepsien verursachen? Wie lassen sich Epilepsien behandeln? Können Epilepsiebetroffene Kinder haben, und dürfen sie Alkohol trinken oder Auto fahren? Gehören sie zur Risikogruppe für Covid-19, und ist eine Impfung empfehlenswert?

«Die Erklärvideos sind eine unterhaltsame und anschauliche Ergänzung zu unseren sonstigen Informationen», lässt sich Julia Franke, Geschäftsführerin der Schweizerischen Epilepsie-Liga (EPI), in einer Mitteilung zitieren: «Wir wollen damit auch Menschen erreichen, denen unsere bisherigen Informationen zu schwierig sind.» In rund einer Minute pro Video erfahren die Zuschauenden im Cartoon-Stil das Wichtigste rund um Epilepsie. Zehn verschiedene Themen in jeweils zehn Sprachen würden insgesamt Hundert einzelne Videos ergeben.

Adrian Sandmeier, Geschäftsführer von Youstream: «100 Erklärvideos in zehn verschiedenen Sprachen zu produzieren – das ist für uns nicht alltäglich. Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Epilepsie-Liga hat es aber sehr gut geklappt.» 

Bewegte Bilder bleiben besser haften

Mit den vielen Sprachversionen will die Epilepsie-Liga gemäss Mitteilung auch Menschen erreichen, die sonst leicht vergessen werden. «Im Migrationsland Schweiz leben viele Menschen, welche die Landessprachen nicht gut verstehen oder kaum lesen können», ergänzt Franke. Deshalb hätten die Videos die Tonspur nicht nur auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch, sondern auch auf Albanisch, Bosnisch/ Kroatisch/ Serbisch, Portugiesisch, Tamil, Tigrinya und Türkisch. Zusätzlich könnten in allen Sprachversionen Untertitel angewählt werden, zum Beispiel für Menschen mit Hörbehinderung oder zum Betrachten im öffentlichen Raum ohne Kopfhörer.

Ziel des Projekts sei es, die Gesundheitskompetenz der Betroffenen und ihres Umfelds zu stärken. Denn Informationen, die anschaulich in einem Kurzfilm vermittelt würden, blieben besser haften als «nur» Gelesenes oder Gehörtes.

Seit dem 30. November 2021 sind die Epilepsie-Erklärvideos unter diesem Link verfügbar. Der Sprachwechsel ist oben links auf der Seite möglich, Untertitel lassen sich an- oder abwählen. (pd/tim)



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