27.06.2005

Bridgestone

PR-Wert des F1 Indianapolis-Fiasko

Bridgestone-Reifen sind jetzt hoch im Kurs.

Der Reifenhersteller Bridgestone sieht sich nach dem Indianapolis-Fiasko des Konkurrenten Michelin in der Formel 1 gestärkt. Nachdem die Japaner bis dato mit ihren Teams (Ferrari, Minardi und Jordan) nur mässige Erfolge verbuchen konnten, stehen die Bridgestone-Reifen laut F1Total.com jetzt hoch im Kurs. Im Hinblick auf die Neuregelung in der F1 ist die Qualität der japanischen Pneus von erheblicher Bedeutung, da sich die Verantwortlichen in der Königsklasse durchaus überlegen müssen, wen sie als einzigen Reifenlieferanten künftig haben wollen.

Bridgestones mögliche Monopolstellung würde gut in das Marketingkonzept passen. Der Vizepräsident des Unternehmens in Europa, Des Collins, verweist auf die Awareness der Formel 1. Sie habe im Vergleich zu anderen Sportarten das grösste Publikum. Die Wahrnehmung der Marke Bridgestone werde durch die Königsklasse erheblich geschärft. Diese sei in den vergangenen neun Jahren gestiegen. Kurz vor dem Einstieg in die Formel 1 (Ende 1996) habe eine Umfrage ein spontanes Markenbewusstsein gegenüber den japanischen Reifen von zehn Prozent in den fünf wichtigsten europäischen Märkten ergeben. Jetzt liege es bei 40 Prozent. Collins führt dies auf das Engagement in der F1 zurück.

Für Bridgestone ist auch die Entscheidung des World Councils der FIA am kommenden Mittwoch von Bedeutung. Für den Fall einer Bestrafung von Michelin, könnte dies auch den Wechsel des einen oder anderen Teams zu den Japanern bedeuten. Seitens Bridgestone ist der Wille durchaus vorhanden, künftig mehr F1-Rennställe mit Pneus zu beliefern. (pte)



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Kommentarfunktion wurde geschlossen

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Zum Seitenanfang20220628

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.