Der Sportartikelhersteller On hat die Behörden zur Zulassung des Schweizerkreuzes auf seinen Produkten laut der NZZ am Sonntag stark unter Druck gesetzt. Der Konzern diktierte sogar, welche Beamte mitreden dürfen, wie die Zeitung unter Verweis auf vertrauliche E-Mails schrieb.
On habe dem Institut für Geistiges Eigentum (IGE) mit einer Staatshaftungsklage gedroht, sollte ihm durch das Vorgehen der Behörde ein Schaden entstehen. Unter Androhung rechtlicher Schritte habe On auch die Entfernung eines kritischen Interviews auf der IGE-Webseite gefordert – mit Erfolg.
Das IGE wolle diese «subjektive Interpretation» der E-Mails nicht kommentieren, schrieb die "NZZ am Sonntag. Den Ausschluss zweier Beamten begründete die Behörde demnach damit, dass man «über die Sache und nicht über Personen» habe diskutieren wollen. Das Interview habe man «für ein konstruktives Klima» gelöscht.
On habe sich nicht zur Korrespondenz mit dem IGE geäussert.
Im März hatte das IGE überraschend bekanntgegeben, dass Firmen, die in der Schweiz entwickeln, aber im Ausland produzieren, das Schweizerkreuz unter gewissen Bedingungen nutzen dürfen (persoenlich.com berichtete). (sda/cbe)