Im April hat die NZZ gemeinsam mit Toniq eine neue Klangidentität eingeführt, bestehend aus Sound-DNA, Sound-Logo und Brand-Voice (persoenlich.com berichtete). Wie die Soundagentur nun erläutert, beruht die Auswahl auf einem eigens entwickelten Befragungsformat namens MeloMetriq.
Hintergrund ist ein methodisches Problem, das sich laut Toniq besonders in einem diskursorientierten Umfeld stellt: Die Beurteilung von Klang ist subjektiv. Wird ein Sound einzig danach beurteilt, ob er gefällt, fliessen persönliche Vorlieben der Befragten ein, die mit der Markenwirkung nichts zu tun haben müssen. MeloMetriq soll diese beiden Ebenen trennen und damit Hörproben markenstrategisch statt geschmacklich auswerten.
Im Fall der NZZ ging es laut Toniq zusätzlich darum, eine Balance zwischen dem bestehenden, qualitätsbewussten Stammpublikum und neuen, stärker audiovisuell geprägten Nutzungssituationen zu finden.
Das daraus entwickelte System besteht aus einer festen tonalen Sequenz als Konstante, während sich Klangfarbe, Räumlichkeit und Energie je nach Anwendung verändern – etwa zwischen der Imagekampagne, Podcasts, Live-Events und Social Media. Damit soll die Marke über verschiedenste Formate hinweg wiedererkennbar bleiben, ohne sich akustisch in den Vordergrund zu drängen.
Director Strategy Philipp Schweidler bezeichnet den Anspruch an die NZZ als «kulturelle Resonanz» innerhalb bestehender und künftiger Zielgruppen, dem das System mit ausreichend Flexibilität für unterschiedliche Anwendungen begegnen müsse. (pd/nil)
Credits
Verantwortlich bei Toniq: Philipp Schweidler (Director Strategy), Alexandra Salomão (Consultant), Florian Goetze (Creative Director), Dominique Dreier (Creation); verantwortlich bei der NZZ: Ina Bauspiess (Head of Partnerships, Live Events & Branding), Nina Hildebrand, Olivia Blum (Team NZZ Marke & Kreation), Sarah Ziegler (Leiterin Podcast), Guy Papstein (Senior Product Designer).


