17.05.2019

Comfederation

«Wir sind vielseitig, aber noch nicht komplett»

Mit einem grossen Mitarbeiter-Anlass auf dem Berner Hausberg Gurten startete Furrer Hugi am Donnerstagabend in eine neue Ära: Alle sechs Agenturen der Holding schliessen sich zusammen zu einer Allianz mit rund 100 Mitarbeitenden. Andreas Hugi erklärt die Hintergründe.
Comfederation: «Wir sind vielseitig, aber noch nicht komplett»
Andreas Hugi ist Mit-Inhaber der Furrerhugi Holding und CEO der Agentur Furrerhugi. (Bild: zVg.)
von Edith Hollenstein

Herr Hugi, wofür braucht es die Marken-Allianz Comfederation, wenn doch die Firmen der Furrerhugi Holdig AG am Markt weiterhin eigenständig auftreten werden?
Weil wir damit die optimale Antwort auf die grösste Herausforderung der Unternehmen geben: Sie müssen in einer immer konvergenter werdenden Welt immer mehr Kommunikationskanäle bespielen, um sich Gehör zu verschaffen. Gleichzeitig verändern neue technologische Möglichkeiten die Welt unserer Auftraggeber. Dem begegnen wir mit einer neuen interdisziplinär arbeitenden Kommunikationsgruppe.

Für wen ändert sich durch diese Allianz am meisten: für Kunden, Mitarbeitende oder Sie als Mitbesitzer?
Unser Fokus ist konsequent auf den Kunden gerichtet. Für diesen ändert sich primär nichts – ausser er will es. Indem wir unsere Kernkompetenzen zu einem neuartigen und abgestimmten Leistungsangebot bündeln, erhält der Kunde nicht nur Zugang zu unserem Pool an Expertinnen und Experten, sondern auch zu unserer gesamtheitlichen Business- und Data Intelligence. Diese spielen wir in unterschiedlichsten Disziplinen und in allen Sprachregionen der Schweiz aus. So entsteht «added value». Sagen wir es so: Jede Agentur von Comfederation ist und bleibt für sich stark. Aber zusammen können wir das ganze Gewicht unserer Expertise in die Waagschale werfen.

«Wir wollen gemeinsam noch schlagkräftiger werden»

Welche Ziele verfolgen Sie mit der Marken-Allianz?
Wir sind überzeugt, mit Comfederation einen wichtigen und richtigen Entwicklungsschritt zu machen: Einen Schritt, um gemeinsam noch schlagkräftiger und am Markt noch attraktiver zu werden. Letztlich ist das primäre Ziel simpel: Wir wollen aus einer Hand interdisziplinäre und intelligente Kommunikationslösungen bieten und die kommunikative Präsenz unserer Kunden damit verbessern. Und natürlich möchten wir mit dieser Allianz zu interessanten Mandaten kommen.

Welche Kunden sollen sich an Comfederation wenden? Und welche wenden sich weiterhin an die einzelnen Agenturen wie Furrerhugi, Evenjo, Mindnow oder Narwal?
Grundsätzlich stellen wir fest, dass immer mehr Kunden interdisziplinär unterwegs sind. Das führt zu einem markant steigenden Bedarf an unterschiedlichen Services, die sauber und intelligent koordiniert sein müssen. Die Kunden brauchen zum Beispiel in einem Projekt gleichzeitig Public Relations, politische Interessenvertretung, aber auch das Design einer Broschüre, neue Ansätze für das digitale Marketing und wollen den dazu gehörenden Kundenevent emotional inszenieren. Das erhalten sie bei Comfederation vernetzt und kongruent. Aber selbstverständlich wird es stets auch Kunden geben, die gezielt nach spezialisierten Dienstleistungen suchen – also zum Beispiel eine Abstimmungs- oder Wahlkampagne von Furrerhugi, einen Mitarbeiteranlass von Evenjo, Medienarbeit für ein Blockchain-Startup von Narwal oder ein digitales Loyality-Programm von Mindnow. Dann geht der Kunde direkt auf die einzelne Agentur zu.

Für eine vollständige Abdeckung fehlen Ihnen aber noch Disziplinen: Was ist mit Werbung, Media und Digital-Marketing?
Wir sind vielseitig, aber noch nicht komplett: Media und Digital Marketing decken wir durch Furrerhugi und Mindnow ab. Ebenso haben wir bei Furrerhugi, Crausaz, Mindnow oder Evenjo viele kreative Köpfe, welche die Aspekte visueller Kommunikation aus dem Effeff kennen. Aber es ist so: Es gibt noch Spielraum für weitere Disziplinen und daher auch für weitere Partner. Wir sind diesbezüglich offen.

«Rankings sind eine Folge unserer Arbeit. Aber nicht ein Ziel»

Wie viele Mitarbeitende gehören zu Comfederation?
Für Comfederation arbeiten rund 100 Mitarbeitende. Sie sind sich gewöhnt, nicht nur zu denken, sondern auch neu zu denken. Dazu gehören Fantasie, Kreativität und das schnelle Antizipieren neuer Trends. Sie alle sind unser wertvollstes Potenzial, das wir voll und ganz in den Dienst der Kunden stellen.

In welchem Jahr wird Comfederation erstmals im Ranking des Leading Swiss Agencies (LSA) erscheinen?
Rankings sind eine Folge unserer Arbeit. Aber nicht ein Ziel, das wir uns setzen. Den ersten Platz wollen wir bei unseren Kunden belegen. Sollte dann dereinst in einem Ranking – sei es beim LSA, beim BPRA oder sonstwo der Spitzenplatz an Comfederation gehen, nehmen wir ihn gerne entgegen und werden ihm Sorge tragen.

In welchen Bereichen oder «Kernkompetenzen» sehen Sie in den nächsten drei Jahren Ihre grössten Wachstumschancen?
Wachstum in einzelnen Sparten sind und bleiben wichtig – sei es Public Affairs, Lobbying, Filmproduktion, Digital Design oder unser Gastronomiezweig. Doch die grössten Wachstumschancen sehen wir eindeutig in der klugen Vernetzung unserer Kernkompetenzen. Den technologischen Wandel und damit die Zunahme an Kommunikationskanälen und -disziplinen ist aus unserer Sicht eine tolle Chance. Auftraggeber erhalten bei Comfederation interdisziplinäre Lösungen und ein perfektes Zusammenspiel unserer unterschiedlichsten Spezialistinnen und Spezialisten.

 Andreas Hugi hat die Fragen schriftlich beantwortet. 

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