«Zielorientiert auch im Grossen Rat», so wirbt Cornelia Büchi auf Plakaten für ihre Wahl in den Thurgauer Kantonsrat. Die Sportschützin unterstreicht ihre Aussage, indem sie auf dem Wahlplakat ein Sturmgewehr in der Hand hält. In einem weiteren Sujet scheint sie gar auf die Wähler zu zielen. «Mal ein bisschen Abwechslung in der Wahlwerbung: engagiert nicht nur im Schiesssport», schreibt Büchi dazu auf Facebook.
In den sozialen Medien wird Büchi dafür kritisiert. Das Sujet sei «geschmacklos, peinlich und unverzeihlich». Ein User schreibt: «Das letzte Mal, als ein Sturmgewehr in einem Kantonsrat war, starben 14 Menschen!» Die SVP-Kantonsratskandidatin äussert sich gegenüber dem Blick erstaunt über die Reaktionen. Das Sujet, auf dem sie ziele, sei nur per Mailing an aktive Schützen gegangen. «Das hätte ich auch niemals als Plakat aufgestellt.»
Das Motiv sei gut gewählt, heisst es auf dem Portal Die Ostschweiz. «Strategisch ungeschickt ist das ungewohnte Wahlmotiv wohl nicht. Die Schiesssportgemeinde ist im Kanton Thurgau aktiv und wird eine der ihren wohl geballt unterstützen», schreibt Chefredaktor Stefan Millius. (cbe)

