Glückwünsche an Ralph Büchi, der im kommenden Jahr Aufsichtsratsvorsitzender des Milliarden-Konzerns Axel Springer werden soll. Ein Ritterschlag für einen Mann, den viele von uns kennen. Für einen Mann, der stets und immer zuverlässig und ruhig seine Visionen verfolgt und umgesetzt hat. Als Journalist, als Verleger, dann als Medienmanager für Springer und das Haus Ringier.
Wenn Springer ruft, das ist über den Tod des genialen Verlegers Axel Springer hinaus so geblieben, kommen alle. Und so hätten die Grossaktionäre um Friede Springer wohl das ganze Who is who der deutschen Wirtschaft für dieses Amt begeistern können. Aber sie wählten Ralph Büchi. Und das sollte für viele Medienunternehmen Signal-Charakter haben. Die Zeiten in diesem harten Business, wo man sich mit grossen Namen ohne Fachwissen schmücken konnte, sind für immer vorbei.
Alte Politiker sind im Aufsichtsrat so sinnlos wie Banker oder Wissenschaftler. In einem Geschäft, das enorm schwer geworden ist, müssen Fachleute sein. Leute, die den weltweiten Medienmarkt kennen, den Beruf gelernt haben, die Handel und Wandel verstehen. Und Ralph Büchi hat sein Leben lang nur in dieser Branche gearbeitet.
So ist die kommende Wahl Ralph Büchis, in Berlin klug und zukunftsweisend geplant, ein Hinweis an viele Medienunternehmer. Es braucht die besten Fachleute. Für einmal genügen die Berufs-Verwaltungsräte mit vier Dr. h.c.-Titeln und ähnlichen Würden nicht mehr.
Ich hatte das Glück, früh in meinem Leben Axel Springer zu begegnen. Wir sprachen oft und viel. In Berlin, Zürich und Jerusalem. Er liebte die Schweiz und die Schweizer. Ich weiss: so eine Wahl ist auch in seinem Sinn.
Pierre Rothschild ist freier Medienunternehmer in Zürich in den Bereichen Filmproduktion und Presse.
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13.11.2018 14:33 Uhr



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Axel Springer: Warum Büchi? Darum Büchi.