11.10.2012

Social-Media

20 Prozent der Firmen nicht interessiert

Gründe sind Personal- und Organisationsaufwand.

Ein Fünftel aller Unternehmen in Deutschland verzichtet bewusst auf Facebook. Zu diesem Ergebnis kommt der Arbeitskreis für Social Media, der im Bereich der B2B-Unternehmenskommunikation sehr starke Branchenunterschiede feststellt. Während alle Autobauer im sozialen Web kommunizieren, weigern sich vor allem traditionell geprägte Branchen auf den Web-2.0-Zug aufzuspringen.

Facebook am beliebtesten

Insbesondere Medien-, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen sind auf sozialen Netzwerken vorzufinden. Während die Hälfte aller Befragten Facebook und Co. zur externen Kommunikation verwendet, setzen nur 20 Prozent auf Social Media als internes Kommunikationswerkzeug. Bei der Wahl der Distributionskanäle stellt sich heraus, dass Facebook mit einem Verbreitungsgrad von 80 Prozent am beliebtesten ist. Neben Facebook setzen Unternehmen auf das Karriere-Netzwerk Xing, das sich besonders in der Beratungsbranche schnell etabliert hat. Twitter kommt vor allem im IT- und Telekommunikationsbereich zum Einsatz, und Blogs erreichen in allen Branchen einen Verbreitungsgrad von rund 40 Prozent.

Geringe Budgets

Bauwirtschaft und Elektroindustrie hinken laut der Studie hinterher und zeigen kein Interesse an sozialen Medien. Diese Schwierigkeiten bei der Etablierung werden auf organisatorische Probleme zurückgeführt. In eher traditionell geprägten Unternehmen mangelt es offenbar auch an ausgebildetem Personal. "Bei der Frage nach der Verantwortung beispielsweise, beschäftigt in der Baubranche aktuell nur ein Viertel der Unternehmen einen Social-Media-Manager", sagt Jacqueline Althalle, Initiatorin des Arbeitskreises. Ein weiterer Grund für das Zögern ist der Umstand, dass die Budgets für soziale Medien vergleichsweise noch sehr gering sind, weshalb auch die Prognosen ernüchternd ausfallen. (pte)


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