08.03.2012

YouTube

40 Millionen Klicks für "Kony 2012"

Viral-Kampagne macht Kriegsverbrecher weltberühmt.

Eine emotionale Dokumentation namens "Kony 2012" verbreitet sich derzeit in Rekordgeschwindigkeit auf Facebook und Twitter. Das YouTube-Video, das meist kommentarlos im eigenen Facebook-Profil gepostet wird, erzählt die Geschichte von Jacob. Jacob kommt aus Uganda, sein Bruder wurde Opfer des Kriegsverbrechers Joseph Rao Kony. Hinter der Aktion steckt die amerikanische Organisation Invisible Children Inc. Erklärtes Ziel der Macher ist es, Kony bekannt zu machen und einen der grausamsten Rebellenanführer zu stoppen.

Mit der zunehmenden Verbreitung melden sich auch Kritiker zu Wort: User hinterfragen das Video und die Organisation. Nur ein Drittel der Spenden käme tatsächlich in Uganda an, so ein Vorwurf wie 20 Minuten Online schreibt. Trotzdem verbreitet sich das Video ungebremst weiter.