Die vergleichsweise kurze Verweildauer der Nutzer von Google+ hat dem Suchmaschinengiganten aus Mountain View in den vergangenen Tagen viele Negativ-Schlagzeilen gebracht. Techcrunch.com schreibt jedoch, dass Google im Moment ganz zufrieden sein kann mit seinem sozialen Netzwerk. Durch die zusätzlichen Informationen, die User bei der Anmeldung zu Google+ preisgeben, kann der Internetkonzern sein Userprofil vervollständigen und besser personalisierte Werbung zu höheren Preisen verkaufen. Damit erfüllt Google+ seinen einzigen Daseinszweck, nämlich Werbeeinnahmen zu generieren, ohne auf wiederkehrende Nutzer angewiesen zu sein.
Google+Vize-Produktchef Bradley Horowitz sagte gegenüber dem Wall Street Journal, dass das soziale Netzwerk "in jeder Kategorie wächst, die für das Unternehmen wichtig ist". Tatsächlich haben die imposanten Zuwachsraten auf etwa 90 Millionen Google+User dem Konzern etwas gebracht, das er bisher schmerzlich vermisst hat. Google hat mit all seinen Angeboten, ob Gmail, Suchmaschine oder YouTube schon immer Informationen über seine Nutzer gesammelt. Allerdings oft ohne zu wissen, wer diese Nutzer überhaupt sind. Diese Lücke wird mit Google+ samt Klarnamenzwang elegant geschlossen.
Da es momentan nicht nach einem raschen Erfolg für das hauseigene Netzwerk aussieht, muss Google nehmen, was es kriegen kann. "Durch die Integration der Nutzer-Identität in all unsere Produkte, können wir relevantere Suchergebnisse und bessere Werbemöglichkeiten bieten", zeigt sich Firmenmitbegründer Larry Page noch 2011 zufrieden. (pte)

