Mindestens zwei Bundesstellen haben ihre Angestellten wegen des Sex- und Seitensprungs-Portals "Ashley Madison" ermahnt. "Das VBS machte seine Mitarbeiter am 24. August in einer internen Mitteilung auf die gültigen Weisungen zur Nutzung der Informatikmittel aufmerksam. Anlass dazu war das Hacking bei Ashley Madison", sagt VBS-Sprecher Peter Minder der "NZZ am Sonntag".
Auch die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) ermahnte seine Angestellten. "Die ESTV hat nach dem Bekanntwerden des Hackings von 'Ashley Madison' allen Mitarbeitenden die Regeln bei der privaten Verwendung der geschäftlichen Mail-Adresse in Erinnerung gerufen", sagt ESTV-Sprecher Beat Furrer.
Vor zweieinhalb Wochen, am 18. August, waren Hacker in das Portal "Ashley Madison" eingedrungen und hatten die Daten unzähliger Kunden des Portals veröffentlicht. Unter den gehackten "Ashley-Madison"-Daten waren auch zahlreiche Mail-Adressen von Angestellten der Bundesverwaltung aufgetaucht. Der Bund hatte das Portal "Ashley Madison" im August 2012 für alle seine Mitarbeiter gesperrt, wie die "NZZ am Sonntag" weiter schreibt.
Was das Amt konkret zur Sperrung veranlasst habe, sei nicht bekannt. Zurzeit sind für die knapp 38'000 Mitarbeiter der Bundesverwaltung mehrere Hunderttausend Internet-Seiten gesperrt, unter anderem Seiten mit pornografischem Inhalt, solche, die anonymes Surfen erlauben, solche mit Hacker-Software und solche mit Schad-Programmen. (NZZaS)

