05.04.2026

Strafanzeige

Bundesrätin klagt wegen KI-Beleidigungen

Karin Keller-Sutter hat Strafanzeige wegen Verleumdung und Beschimpfung erstattet.
Strafanzeige: Bundesrätin klagt wegen KI-Beleidigungen
Erstattete Strafanzeige wegen Beleidigungen auf Grok: Bundesrätin Karin Keller-Sutter. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Ein Nutzer der Plattform X hatte den KI-Chatbot Grok gezielt zu sexistischen und vulgären Aussagen gegen die Bundesrätin veranlasst. Daraufhin erstattete Karin Keller-Sutter Strafanzeige gegen unbekannt. Das berichteten vergangene Woche die Tamedia-Titel. «Solcher Frauenhass darf nicht als normal oder akzeptabel empfunden werden», zitierten die Zeitungen Pascal Hollenstein, Sprecher der Bundesrätin.

Keller-Sutter hatte den Bundesrat vorab nicht über die Anzeige informiert, wie die NZZ am Sonntag berichtet. Dieses Vorgehen wird politisch unterschiedlich beurteilt. SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel kritisiert: «Die Strafanzeige der Bundesrätin macht den Fall unnötig gross.» Unterstützung erhält Keller-Sutter von Grünen-Präsidentin Lisa Mazzone und FDP-Co-Präsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher. Mazzone fordert Keller-Sutter auf, sich im Gesamtbundesrat stärker gegen digitale Gewalt einzusetzen. (nil)


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