Herzstück von AdBridge ist laut Mitteilung ein KI-Agent, der analysiert, welche AdTech-Anbieter und Publisher zueinander passen. Über einen Chatbot sollen beide Seiten ihre Anforderungen und Präferenzen in natürlicher Sprache formulieren können. Daraus erstelle die KI nach Angaben des Unternehmens probabilistische Modelle – also wahrscheinlichkeitsbasierte Prognosen –, die den potenziellen Erfolg einer Zusammenarbeit vorhersagen sollen, noch bevor ein Kontakt zustande kommt.
Dadurch entfalle in vielen Fällen die Notwendigkeit aufwendiger Marktanalysen, langwieriger Evaluierungen oder ressourcenintensiver Sales-Gespräche, heisst es weiter. Über die Plattform können Publisher zudem RFPs anfordern sowie Anbieter gezielt bevorzugen oder ausschliessen. Ob und wann ein Publisher den Kontakt zu einem Anbieter aufnimmt, entscheidet er selbst; die Nutzung ist für ihn laut Anbieter kostenlos.
«Die Branche investiert enorme Ressourcen in Sales-Prozesse, obwohl sich viele Gespräche bereits im Vorfeld als wenig relevant erweisen», erklärt Dachrepublic-Mitgründer Arne Pokrandt. Sein Geschäftspartner Ben Galler ergänzt: «Publisher können ihre Zeit in die Bewertung passender Lösungen investieren statt in deren Suche.»
Von der Plattform sollen laut Mitteilung nicht nur Publisher profitieren, sondern auch internationale AdTech-Anbieter: Sie erhalten einen gezielteren Zugang zum fragmentierten DACH-Markt und können ihre Vertriebsaktivitäten auf Publisher mit konkretem Bedarf fokussieren – statt breit angelegter Vertriebskampagnen. Wie Dachrepublic das Geschäftsmodell auf der Anbieterseite konkret gestaltet – etwa ob und wie diese für die Vermittlung bezahlen –, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Dachrepublic war bis Anfang 2025 unter dem Namen ad-manager.net tätig, ehe Pokrandt und Galler das Unternehmen umbenannten (persoenlich.com berichtete). (pd/nil)

