Die 15. Ausgabe fand am 21. April in Zürich, Chur und Aarau sowie online statt. In Aarau stand sie unter dem Patronat von Bibliothek und Archiv Aargau. Die 16. Ausgabe folgte am 27. Oktober im Ringier Pressehaus in Zürich und ebenfalls online, unter dem Motto «Kunst & Kultur sichtbar gestalten». Zusammen sind laut Mitteilung über 75 neue und erweiterte Biografien entstanden. Wie viele davon neu angelegt und wie viele ergänzt wurden, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch Teilnehmerzahlen werden keine genannt.
Der KI-Einsatz folgte gemäss Mitteilung dem Prinzip «Human in the Loop», die redaktionelle Kontrolle blieb also beim Menschen. Welche Anwendungen genutzt wurden, wird nicht ausgeführt.
Ausgangspunkt der Initiative ist die Untervertretung von Frauen auf der Online-Enzyklopädie. Laut Mitteilung handeln nur 18 bis 19 Prozent der deutschsprachigen Biografien von Frauen, und weniger als 20 Prozent der Schreibenden sind weiblich. Seit dem Start des Formats im Jahr 2017 wurden nach Angaben der Veranstalter über 1000 Biografien bearbeitet oder neu erstellt.
In ihren Zitaten verweisen die Beteiligten zudem auf die Bedeutung von Wikipedia für künstliche Intelligenz. Wikipedia bilde «die Datenbasis für die digitale Welt von morgen – einschliesslich der KI-Modelle», lässt sich Lea Eberle, COO von EqualVoice, in der Mitteilung zitieren. «Was hier fehlt, existiert digital praktisch nicht.» Ähnlich äussert sich Muriel Staub, Co-Gründerin des Edit-a-thons und ehemalige Präsidentin von Wikimedia CH. Was heute auf Wikipedia dokumentiert werde, beeinflusse, «welche Inhalte die KI von morgen lernt und wiedergibt». (pd/cbe)


