Im Vatikan ist der Computer des Finanzprüfers Libero Milone laut Medienberichten gehackt worden.
Milone, der erst im Juni von Papst Franziskus zum Generalrevisor ernannt worden war, habe Anzeige erstattet, schrieb die Turiner Zeitung "La Stampa" am Samstag.
Die vatikanische Gendarmerie habe Ermittlungen aufgenommen. Es gebe Verdächtige innerhalb der Kurie. Vom Vatikan gab es keine Stellungnahme.
Die Ernennung Milones ist Teil der von Papst Franziskus eingeleiteten Kurien-Reform. Er soll die Finanzen sämtlicher Dienststellen im Kirchenstaat überprüfen.
Die Zeitung sprach angesichts des mutmasslichen Hacker-Angriffs von einem "neuen Klima von Gift und Verdacht".
In der kommenden Woche wird in Rom mit Spannung die Veröffentlichung von zwei Büchern mit vertraulichen Dokumenten erwartet, in denen es unter anderem um Geldverschwendung im Vatikan von gewaltigen Ausmassen gehen soll.
Dies erinnert an den "Vatileaks"-Skandal von 2012, als ein Diener von Papst Benedikt XVI. Dokumente des Vatikans öffentlich gemacht hatte. (sda)

