16.11.2015

Terror in Paris

Die IT-Konzerne reagierten promt auf die Anschläge

Uber fuhr Leute nach Hause, Airbnb koordinierte Menschen, die Sicherheit suchten.

Als die Meldungen über die Terrorattacken in Paris am Freitag Abend die Welt erschütterten, boten viele der grossen  Internetkonzerne ihre Dienste an. Manche der Gesten waren nützlich, andere sollten einfach Solidarität zeigen, wie ein Überblick von "The Telegraph" zeigt:

Airbnb: Der Community- Marktplatz für Unterkünfte aktivierte am Freitag ein die Katastrophenhilfe und bat lokale Hosts per Mail dazu auf, Menschen die Schutz suchten gratis zu beherbergen. Zudem wurden alle Gebühren vom 15. Bis 17. November erlassen. 

Wichtige Info für unsere Gastgeber und Gäste in Paris & alle anderen #AirbnbOpen Teilnehmer: http://abnb.co/7nA4Wo

Posted by Airbnb on Samstag, 14. November 2015
 

 

Dieses Tool wurde 2013 entwickelt und seither bei einer Feuerkatastrophe in San Diego, Überschwemmungen in London, Sardinien und Colorado sowie Unwettern in Toronto, Atlanta und den Philippinen aktiviert.

Twitter: Auch der Kurznachrichtendienst half Schutzsuchenden einen Platz zu finden. Über den Hashtag #PorteOuverte sollten Menschen zusammen finden. Der Hashtag soll innerhalb von zehn Stunden eine Million tweets verbucht haben, zu Spitzenzeiten 7'000 Tweets pro Sekunde. Zudem diente Twitter vielen Menschen auf der ganzen Welt als Informationsportal um Neuigkeiten zu verbreiten und erfahren.

Uber: Die Fahrer des Online-Vermittlungsdienstes waren die ganze Nacht in Paris unterwegs um Menschen nach Hause zu bringen, trotz der durch die französischen Behörden erstmals nach dem zweiten Weltkrieg verhängten Ausgangssperre. Im Gegensatz zu vergangenen Krisensituationen in denen Uber seine Preise wegen der hohen Nachfrage stark anhob und dafür Kritik einsteckte, verzichtete das Unternehmen diesmal auf Preisanstiege.

Facebook: Das Social Network aktivierte über das Wochenende das Safety Check Tool, über das User ihre Freunde wissen lassen konnten, dass es ihnen gut geht und sie in Sicherheit sind. Für Facebook hagelte es allerdings Kritik, weil es diese Funktion nach den beiden Selbstmordattentaten in Beirut nur einen Tag vor den Anschlägen in Paris, bei denen mehr als 40 Menschen zum Opfer vielen nicht aktiviert hatte. Mark Zuckerberg antwortete darauf hin, dass man den Safety Check bis anhin nur für Naturkatastrophen eingesetzt hatte.

 
 

Yesterday, we activated Safety Check in Paris so that people there could let their friends and family know they were...

Posted by Facebook Safety on Samstag, 14. November 2015
 
Google: Wer über eine Internetverbindung verfügte, konnte am Wochenende Freunde und Verwandte in Frankreich via Google Hangout kostenlos auf ihrer Telefonnummer erreichen.
We’ve made international calls to France free via Hangouts. 
 
 

Our hearts go out to all those affected by the attacks in Paris. With immediate effect all domestic and international...

Posted by Skype on Samstag, 14. November 2015
 

Uber, YouTube, Amazon und Reddit zeigten ihre Websites und Dienste zudem in den Farben der französischen Trikolore. (lcv)

 

 

 

 

 

 


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