19.09.2019

Social-Media-Gipfel

Ein Gipfel zum Znacht

Zum 50. Mal fand am Mittwoch der Social-Media-Gipfel statt. Für einmal nicht vor, sondern nach der Arbeit.
Social-Media-Gipfel: Ein Gipfel zum Znacht
Fand zum 50. Mal in 10 Jahren statt: der Social-Media-Gipfel. (Bild: Boris Baldinger)
von Loric Lehmann

Am Mittwochabend fand der 50. Social-Media-Gipfel im Plaza-Club in Zürich statt. Laut den Veranstaltern, Bernet Relations und Previon+, nahmen rund 180 Personen am Event teil. Drei Referate plus ein Heisser Stuhl standen auf dem Programm (persoenlich.com berichtete).

Das erste Referat hielt Mischa Stähli, In-house Startup Builder und Business Development Manager bei Rivella. Er stellte die Organisationsstruktur des In-house Startups Cin-Cin vor, das aus einem kleinen Team von Leuten aus unterschiedlichen Teilbereichen besteht.

Das Team versucht neue innovative Produkte für den Schweizer Getränkehersteller zu kreieren. Oftmals seien solche Innovation-Labs nur eine «Geldverlochungsmaschinerie». Er zeigte anhand vom Beispiel des neuen nicht-alkoholischen Getränk «Urs», dass dies auch anders geht.



Als zweites referierte der nächstes Jahr abtretende CEO von Tamedia, Christoph Tonini, über Change und Digitalisierung in der Medienbranche. Anhand der Geschäftszahlen von Tamedia über die letzten 20 Jahre zeigte Tonini, wie die Digitalisierung den Tamedia-Konzern massiv umkrempelte: 2018 kamen nur noch 20 Prozent des Umsatzes aus den gleichen Quellen wie 2008.

«Nur durch massive Akquisitionen von digitalen Marken konnte Tamedia ihren Umsatz und Gewinn halten», so Tonini. Dies zeigt sich auch am Beispiel des kürzlich veröffentlichten Kaufes des Radiosenders Planet 105, der ins Webradio «20 Minuten Music» integriert wird.

Sophie Hundertmark sprach abschliessend über Chatbots und künstliche Intelligenz. Hundertmark ist Partnerin von Paixon, eine AI-Software-Firma mit Sitz in Zürich. Ein Chatbot ist laut Hundertmark eine Software mit der man sich in gesprochener oder geschriebener Sprache unterhalten kann. Der Chatbot gibt Auskunft zu einem Thema und erledigt Aufgaben. Sie zeigte einige Beispiele die bereits umgesetzt wurden und prophezeite, dass dereints roboteranmutende Call-Center-Agenten durch unverwechselbar menschliche Maschinen ersetzt werden.

Zum Abschluss interviewte «Rundschau-Moderator» Sandro Brotz seinen ehemaligen SRF-Kollegen und jetzigen Blick-TV-Chefredaktor Jonas Projer zum neuen digitalen TV-Sender. Nach Ende des Heissen Stuhls konnten sich die Gemüter im Apero bei einer Flasche «Urs» erfrischen.



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