29.07.2022

Rechtsstreit

Elon Musk reicht Gegenklage gegen Twitter ein

Der Tesla-Chef wirft Twitter insbesondere vor, eine zu niedrige Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf der Plattform ausgewiesen zu haben. Der Kurzbotschaftendienst Twitter bezeichnet diese Begründung als «Heuchelei».
Rechtsstreit: Elon Musk reicht Gegenklage gegen Twitter ein
Reagiert auf die Klage von Twitter mit einer Gegenklage: Elon Musk. (Bild: Keystone/Evan Agostini/Invision/AP)

Im Streit um eine Übernahme von Twitter hat High-Tech-Milliardär Elon Musk mit einer Gegenklage gegen den Kurzbotschaftendienst Twitter reagiert. Musk reichte die Klage als «vertraulich» bei dem Gericht im US-Bundesstaat Delaware ein.

Vor diesem Gericht hat Twitter den Gründer des Elektroautobauers Tesla verklagt, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Die Klage kann nicht eingesehen werden. Kurz zuvor hatte die zuständige
Richterin den Prozessbeginn auf den 17. Oktober festgelegt.

Der reichste Mensch der Welt hatte die geplante Übernahme von Twitter für einen Preis von 44 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) am 8. Juli wegen angeblich «falscher und irreführender» Angaben des Kurznachrichtendienstes platzen lassen. Er wirft Twitter insbesondere vor, eine zu niedrige Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf der Plattform ausgewiesen zu haben. Twitter bezeichnete diese Begründung als «Heuchelei» und will Musk gerichtlich zum Vollzug des vertraglich vereinbarten Kaufs zwingen.

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage anberaumt. Beobachter halten eine gerichtliche Niederlage Musks und damit eine erzwungene Erfüllung des Übernahmeabkommens für durchaus denkbar. Möglich wäre auch, dass der Multimilliardär Twitter eine in der Vereinbarung vorgesehene Vertragsstrafe von bis zu einer Milliarde Dollar zahlen muss. (sda/afp/tim)



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