Der südkoreanische Smartphone-Hersteller LG profitiert vom Smartphone-Boom. Während der heimische Rivale Samsung schwächelt, steigen bei LG Umsatz und Gewinn. Nur bei der Fernseh-Technik hat LG auf das falsche Pferd gesetzt.
Im schärfer werdenden Wettbewerb im Smartphone-Markt hat sich der südkoreanische Elektronik-Konzern LG gut behauptet. Dank eines Rekordabsatzes bei den Computer-Telefonen verdiente der Konkurrent von Apple und Samsung im dritten Quartal 2014 deutlich mehr als im vergangenen Jahr.
Der Überschuss stieg um 87 Prozent auf 203 Milliarden Won (183 Millionen Franken) wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz kletterte in den Monaten Juli bis September um 7,4 Prozent auf 14,9 Billonen Won. Der operative Gewinn stieg um mehr als das Doppelte auf 461,3 Milliarden Won.
Anhaltender Smartphone-Boom
Beim Absatz von Smartphones verbuchte LG ein Plus von 39 Prozent auf ein Rekordhoch von 16,8 Millionen Stück. Dabei wurde der Verkauf vor allem durch sein Flaggschiff-Modell G3 und der L-Reihe angetrieben. In der Sparte mobile Kommunikation verzeichneten die Südkoreaner damit nach drei Verlustquartalen das zweite Vierteljahr hintereinander einen operativen Gewinn. Schon im zweiten Quartal stieg der Absatz im Jahresvergleich um ein Fünftel.
Das Unternehmen erwartet, dass sich der Smartphone-Boom fortsetzt. "Doch der Wettbewerb um Marktanteile wird infolge neuer Modelleinführungen der Konkurrenten im Premiumbereich intensiver", hiess es. Auch der Preiswettbewerb werde im Massenmarkt für Smartphones schärfer. Hier machen vor allem Unternehmen aus China den Südkoreanern das Leben schwer.
Im Bereich Heimunterhaltung (Fernseher) ging der Umsatz bei LG im dritten Quartal leicht zurück. Das Unternehmen führte die Entwicklung unter anderem auf die schwächere Nachfrage nach Plasmabildschirmen zurück. Der Absatz von LCD-Geräten sei dagegen leicht angestiegen, hiess es. Die Produktion von Plasma-Fernsehgeräten will LG vor Jahresende einstellen. (sda)

