Immer öfter werden die Namen bekannter Marken für falsche Internetadressen missbraucht. Im Jahr 2011 zählte die Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo) 2764 Beschwerden wegen sogenannten Cybersquattings. Das ist ein neuer Rekord. "Der starke Anstieg neuer bewilligter Domains erhöht das Risiko für Cybersquatting", sagte Wipo-Direktor Francis Gurry. Im Jahr 2011 waren 110 Länder von Beschwerden wegen Cybersquattings betroffen. Die Beschwerden betrafen insgesamt 4781 Internetadressen. Am meisten Beschwerden stammten aus den USA (929), gefolgt von Frankreich (300), Grossbritannien (244), Dänemark (204), Deutschland (149) und der Schweiz (142). Die Beschwerden richteten sich am häufigsten gegen Domains aus den USA (786). Zahlreiche Verstösse wurden auch aus China (339) und Grossbritannien (178) registriert.
Am häufigsten betrafen die Verstösse den Detailhandel, den Internethandel, die Pharma- und Biotechindustrie, die Modebranche oder die Finanzindustrie. Die WIPO, eine Organisation der Vereinten Nationen, unterhält eine Schlichtungsstelle für sogenanntes Cybersquatting. Dabei registrieren Internetnutzer die Adressen von Firmen oder Marken, die ihnen nicht gehören, um andere Nutzer dann von dort auf eigene Seiten zu lenken. Zum Teil spekulieren Internetnutzer auch darauf, sich Adressen später von den jeweiligen Firmen abkaufen zu lassen. (sda)

