01.04.2011

Smartphones

Mobile Medien verdrängen Zeitungen nicht

Gemäss US-Universität werden nur Lücken gefüllt.

Smartphones sind kein Ersatz für den traditionellen Nachrichtenkonsum in Zeitungen und Fernsehen. Zumindest vorerst bleiben die Verbraucher ihren gewohnten Medien treu, wie die Ohio State University aufzeigt. Die Menschen verlassen sich trotz des Mobile-Booms nach wie vor auf die vertrauten Quellen, aus denen sie schon bisher Informationen bezogen haben. Eine Veränderung bringt der Vormarsch der mobilen Alleskönner dennoch mit sich: Es werden mehr Medien konsumiert als früher.

Statt die klassischen Medien zu verdrängen, füllt die Mediennutzung auf mobilen Geräten jene Lücken im Alltag der Konsumenten immer mehr aus, in denen sie bislang keine Medien konsumiert haben. Smartphones werden etwa "on the go" als Informationsquelle genutzt, wo andere Medien unerreichbar oder umständlich in der Handhabe sind. Ihren angestammten Platz verlieren traditionelle Medien im Alltag der Menschen dadurch aber nicht.

Eine Nische für jedes Medium

Smartphones und die darauf konsumierten Medien haben ihre eigene Nische in den Konsumgewohnheiten der Nutzer erhalten. Sie bilden weniger einen Ersatz traditioneller Medien als vielmehr eine Ergänzung, wenngleich den neuen Technologien eine wachsende Nutzungszeit geschenkt wird. Computer und Fernsehen dominieren den Nachrichtenkonsum des Publikums aber nach wie vor.

Jedem Medienkanal kommen im Alltag eigene typische Nischen zu. Während das Fernsehen etwa primär am Abend eine Rolle spielt, finden Zeitungen am Morgen ihren Platz. Dem Radio schenken die Konsumenten vorwiegend im Auto ihre Aufmerksamkeit. Nachrichtenmedien am Computer nutzen sie hingegen bei der Arbeit, während Smartphones primär unterwegs zur Überbrückung von Wartezeiten oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einsatz kommen. (pte)



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