23.12.2021

Mediapulse

Projekt der Online-Forschung verzögert sich

Die öffentliche Publikation der Online Content Audience Data ist statt Anfang des neuen Jahres auf den 10. Oktober geplant. Grund für die Verzögerung ist insbesondere die priorisierte Integration der neuen First-Party-ID-Lösung im Tagging.
Mediapulse: Projekt der Online-Forschung verzögert sich
Die öffentliche Publikation der Online Content Audience Data war ursprünglich auf Anfang 2022 geplant. (Bild: Pixabay)

Die Umsetzung der Online Content Audience Data benötigt noch zusätzliche Arbeitsschritte, wie Mediapulse in einer Mitteilung schreibt. Dazu gehöre insbesondere die Ergänzung des Taggings auf Seiten Publisher durch die neue Lösung auf Basis von First Party IDs (FPID). Damit könne die Online-Forschung Unabhängigkeit von den Entwicklungen im Browsermarkt gewinnen (Verschwinden der 3rd-Party-Cookies) und die Erhebungs-Basis auf eine zukunftsfähige Grundlage stellen. 

Diese Arbeiten würden Zeit in Anspruch nehmen und dadurch verzögert sich die Auslieferung der Content Audience Data auf Juni 2022 (proprietäre Einsicht für Teilnehmer) respektive August (Marktsicht für Teilnehmer) und 10. Oktober 2022 (erste öffentliche Publikation). Die Publikation der ersten Content Audience Data war ursprünglich für Anfang 2022 geplant gewesen (persoenlich.com berichtete).

Der neue Zeitplan gelte für jene Teilnehmer, welche bis Ende März das First-Party-Tagging umgesetzt haben. Durch die Online Content Audience Data würden «umfassende Auswertungen» zur Nutzerschaft von Websites, Apps möglich sein, die nach personenbezogenen Merkmalen strukturiert werden könnten.

Die Content Traffic Data werden gemäss Mitteilung weiterhin wie gewohnt ausgeliefert. Damit verfüge der Schweizer Markt über eine «einheitliche und damit über alle teilnehmenden Angebote hinweg vergleichbare Traffic-Messung». Das heisse, dass Mediapulse basierend auf einer technischen Messung die Online-Nutzung von Websites und Apps ausweisen könne. Mediapulse verfolge dabei Standards wie die strikte Einschränkung bei der Messung von Webviews (keine Doppelmessungen) oder das Prinzip, dass ausschliesslich nutzerinduzierte Events gemessen würden (automatisch geladene Inhalte sowie Bots werden nicht berücksichtigt) und sorge dadurch laut eigenen Angaben für «höchste Qualitä, Vergleichbarkeit und Transparenz.»

Content Traffic Data ab 2022 in «höherer Qualität» 

In diesem Sinne optimiere Mediapulse die Messung stetig weiter. Folgende Massnahmen werden ab 1. Januar 2022 umgesetzt und ab 9. Februar erstmals publiziert:

  • Die Nutzungsdauer bei Apps wird neu mittels effektiv gemessener Vordergrundzeit ausgewiesen.
  • Visits mit Duration = 0 werden nicht mehr akzeptiert und daher rausgefiltert (Ghost-Starts).
  • Single Events bzw. letzte Interaktionen bei der Webseitennutzung erhalten eine Average Pageview Duration.

Die neue Online-Forschung verfolgt erstmals für die Schweiz einen reinen messorientierten Ansatz, wie es weiter heisst. Damit seien keine Modellierungen und Schätzungen basierend auf Befragungen mehr in der Nutzungsforschung enthalten.«Nach der erfolgreichen Lancierung der Content Traffic Data erfolgt die Publikation der Content Audience Data per Oktober 2022 verspätet, die Forschung bleibt aber weiterhin auf Kurs», schreibt Mediapulse.

Als nächste Ausbaustufe laufe das Projekt «Mediapulse Online Campaign Data». Damit werde das Ziel verfolgt, eine einheitliche Messung von Online-Kampagnen umzusetzen und erstmals in der Onlinewelt nicht nur eine Auslieferungsstatistik zu erheben oder gerätebasierte Reichweiten auszuweisen, sondern den Menschen hinter der Maschine sichtbar zu machen. (pd/tim)



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