18.05.2026

Crowdfunding

Schweizer Markt erholt sich nach drei schwachen Jahren

Das Gesamtvolumen des Schweizer Crowdfunding-Markts stieg 2025 um 14 Prozent auf 629 Millionen Franken. Das zeigt der «Crowdfunding Monitor Schweiz 2026» der Hochschule Luzern. Damit bleibt der Markt aber noch rund 20 Prozent unter dem Rekordwert von 791,8 Millionen Franken aus dem Jahr 2021.

Den grössten Beitrag zum Wachstum leistete das Crowdlending – die Kreditvermittlung an Unternehmen und Privatpersonen über Online-Plattformen –, das gut 75 Prozent des Gesamtvolumens ausmacht. Innerhalb dieses Segments war das Immobilien-Crowdlending der stärkste Motor: Die Finanzierung von Immobilienprojekten durch private Kreditgeber über Online-Plattformen wuchs um 38 Prozent auf 275 Millionen Franken, wie es in einer Medienmitteilung zum «Crowdfunding Monitor Schweiz 2026» heisst.

Als Erklärung verweist Studienleiter Andreas Dietrich auf die verschärften Eigenkapitalanforderungen der Banken infolge von Basel III Final, die seit Januar 2025 gelten. «Dies verteuert entsprechende Bankfinanzierungen und führt zu einer tendenziell zurückhaltenderen Kreditvergabe im Immobilienentwicklungsbereich», lässt sich Dietrich in der Mitteilung zitieren. Für 2026 erwartet er in diesem Segment ein weiteres Wachstum von rund 30 Prozent.

Auch Crowdsupporting und Crowddonating legten seit 2020 erstmals wieder zu – um 30 Prozent auf 35 Millionen Franken, verteilt auf 9288 Projekte. Die volumenstärkste Kategorie war «Sport & Gesundheit» mit 13 Millionen Franken. Mehr als 80 Prozent des Volumens entfallen auf die drei grössten Plattformen. Als Beispiel für neue Modelle im Segment nennt die Studie Lokalhelden, eine Plattform von Raiffeisen Schweiz: Die Bank wickelt seit 2024 einen Teil ihrer Sponsoringaktivitäten darüber ab, wobei Mitglieder von 21 Genossenschaftsbanken per Abstimmung über die Verteilung der Mittel mitentscheiden.


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