19.01.2023

Gaming Nation Schweiz

Sechs von zehn Schweizern zocken

Eine Studie von MYI Entertainment und Link hat den Videospielkonsum der Schweizer Bevölkerung untersucht.
Gaming Nation Schweiz: Sechs von zehn Schweizern zocken
Von der Nische zum Mainstream: Regelmässiges Zocken ist keine Seltenheit mehr. (Bilder: zVg)

Videospiele sind in der Mitte der Schweizer Gesellschaft angekommen. Die Schweizer Gaming-Agentur MYI Entertainment und das Markt- und Sozialforschungsunternehmen Link haben eine Studie durchgeführt. Diese ermöglicht laut einer Mitteilung «tiefgründige Einblicke in den Videospielkonsum in der Schweiz». Die Studie untersuchte das Verhalten und die Motivationen der Schweizer Gamer-Population, um besser zu verstehen, wie und warum Menschen in der Schweiz Videospiele spielen.

In der Schweiz leben rund vier Millionen Gamerinnen und Gamer im Alter von 15 bis 79 Jahren, wobei die Hälfte davon gleich sogar mehrmals die Woche oder sogar täglich zum Videospiel greift. Die Schweizer Gamer ticken und zocken aber nicht alle gleich, sondern lassen sich in sechs verschiedene Gamer-Typen einteilen, wie beispielsweise den sehr leidenschaftlichen Gamer «Explorer», der im Durchschnitt 10,5 Stunden pro Woche spielt und rund 250 Franken pro Jahr für Gaming ausgibt.

Die Gaming Nation Schweiz lässt sich laut Mitteilung kompakt wie folgt beschreiben:

  • Rund sechs von zehn Schweizerinnen und Schweizern im Alter von 15 bis 79 Jahren spielen mindestens einmal pro Jahr ein Videospiel, das entspricht rund 4 Millionen Schweizerinnen und Schweizern.
  • Rund zwei Millionen Gamer können als «Core Gamer» eingestuft werden, die mehrmals pro Woche oder sogar täglich spielen. Sechs von zehn Core Gamern spielen hauptsächlich auf mobilen Geräten.
  • Die Schweizer Gamer sind heterogen und unterteilen sich in folgende Segmente: «Competitor», «Companion», «Explorer», «Laid Back», «Seeker» und «Time Filler».
  • Der durchschnittliche Schweizer Gamer ist 39,1 Jahre alt und spielt sechs Stunden pro Woche aktiv, wobei der «Core Gamer» mit 41,8 Jahren circa fünf Jahre älter ist als der «Nicht-Core Gamer» mit 36,5 Jahren.
  • Die stärksten Motive für das Spielen von Videospielen sind «Entspannen/Abschalten» und «Abdriften/Abschweifen», aber auch «strategische Herausforderungen».
  • Etwa jeder Zweite schaut anderen beim Spielen von Videospielen auf Live-Streaming-Plattformen wie Twitch (durchschnittlich vier Stunden/Woche) und/oder Videoportalen wie YouTube (durchschnittlich 3,3 Stunden/Woche) zu.
  • 162.90 Franken gibt der durchschnittliche Schweizer Gamer jährlich für Videospiele und/oder Zubehör aus.
  • Die Beliebtheit und Nutzung von Social-Media-Plattformen hängt stark vom Alter ab. Während Discord und Twitch bei der Generation Z besonders beliebt sind, wird Facebook besonders von der Boomern gemocht.
  • Die beiden Gamer-Typen «Competitor» und «Companion» zeigen das größte Interesse an einer aktiven zukünftigen Teilnahme an Gaming-Events, insbesondere Online-Einzelveranstaltungen sind attraktiv.


«Das Herzstück der Studie ist die Analyse der Motive des aktiven und passiven Gaming-Konsums. Sie liefert uns Einblicke in die verschiedenen Beweggründe, warum Menschen zu Videospielen greifen und helfen uns zu verstehen, welche Bedürfnisse Gamerinnen und Gamer haben», wird Christian Hergott, Senior Consultant bei MYI Entertainment, zitiert. «In einem sehr dynamischen Markt ist sie eine Konstante und resultiert in konkreten Entscheidungen und Verhaltensmustern. Mit dieser Basis können wir in Zukunft noch gezielter Mehrwerte schaffen und den Gaming-Markt Schweiz weiterentwickeln.»

«Es ist sehr spannend zu sehen, wie recht unterschiedlich die Schweizer Gamer ticken beziehungsweise was ihre verschiedenen Motive beim Konsum von Videospielen sind. Es freut mich hier auch sehr, dass wir klar aufzeigen konnten, dass Gaming kein nerdiges Nischenthema mehr in der Schweiz ist, sondern in sämtlichen Bevölkerungsschichten vorkommt. Diese quasi Grundlagenstudie ist für mich ein feiner Insights-Diamant für das gesamte Schweizer Marketing», so Steffen Schmidt, Director Marketing Science & Agile Insights bei Link. (pd/cbe)



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