08.05.2026

Generative KI

So gehen Schweizer mit KI um

Die Universität Zürich wollte wissen, wie Menschen KI sehen und benutzen. Erkenntnisse aus der ersten «Aidentities»-Studie hat Sandra Cortesi am SwissMediaForum präsentiert.
Generative KI: So gehen Schweizer mit KI um
Sandra Cortesi der Universität Zürich präsentiert Erkenntnisse aus der «Aidentities»-Studie. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Wenn es um generative KI geht, kommen in Diskussionen oft zwei Stichworte vor: Chancen und Risiken. Die Studie Aidentities der Universität Zürich, die am Freitag publiziert wurde, untersucht, wie Menschen in der Schweiz dazu stehen. Diese sei auch für die Medienbranche relevant, denn diese hilft, das Publikum besser zu kennen, erklärte Studienautorin Sandra Cortesi am SwissMediaForum.

Als Hauptergebnis zeigt die Umfrage, dass 40 Prozent der Befragten mehr besorgt als begeistert über das Aufkommen von KI sind. Bei 21 Prozent steht die Begeisterung im Vordergrund. Bei den Restlichen sind beide Emotionen gleich stark. Für die Studie wurden 1000 Menschen zwischen 15 und 79 Jahren aus der Deutsch- und französischsprachigen Schweiz befragt.

Besorgte Befragte nennen vor allem den Verlust menschlicher Handlungsfähigkeit und Kontrolle als Hauptthema – konkret etwa Überwachung, Machtungleichgewichte und die Verdrängung kognitiver Leistungen.

Die Jungen seien «early Adopters». Eine grosse Mehrheit der Menschen unter 30 benutzt generative KI – 60 Prozent sogar oft. Hingegen hat die Hälfte der über 60-Jährigen hat die Tools noch nie genutzt. 40 Prozent der Frauen geben an, generative KI-Tools oft zu nutzen, gegenüber 31 Prozent der Männer. Je öfter Personen KI benutzen, desto weniger besorgt zeigen sie sich.

Für Sandra Cortesi ist es daher zentral, dass Kompetenzen vermittelt werden. «Das kann man nicht einer Institution überlassen, seien es die Medien oder die Schule», sagte die Forscherin. «Es braucht einen Zusammenhalt von allen Einheiten.»


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