Gegen den Schweizer Komiker Mike Müller ist eine Strafanzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede eingegangen, wie der SonntagsBlick berichtet. Grund ist Müllers Tweet im Anschluss an den AfD-Sieg bei den Sachsen-Anhalt-Wahlen am 6. September. «Was ich nicht so verstehe, warum der Kanzler eines achtzig Mio.-Landes wegen einer knappen Million Nazis in einem gescheiterten Gliedstaat zurücktreten soll.» Die Staatsanwaltschaft Zürich bestätigt gegenüber der Zeitung den Eingang der Anzeige.
Wie der SonntagsBlick weiter berichtet, wurde diese von Peter Müller eingereicht, einem im Kanton Zürich wohnhaften deutschen Staatsbürger – und Sohn von «Müllermilch»-Milliardär Theo Müller. Als bekennender AfD-Wähler fände er die Aussage Mike Müllers «nicht nur beleidigend, sondern auch eine Relativierung der historischen Verbrechen des Nationalsozialismus», wird es zitiert. Der Schauspieler reagiert auf Anfrage gelassen. Er verweist darauf, dass die AfD in Sachsen-Anhalt vom dortigen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft werde und Exponenten der Partei von «millionenfacher Remigration» reden würden. (pd/spo)
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21.09.2026 08:49 Uhr

