05.07.2023

Cyberattacke

Veröffentlichung von Daten war kein gezielter Angriff

Für die Hacker-Gruppierung «Play» wäre ein gezielter Angriff auf die Schweiz untypisch, sagte NCSC-Direktor Florian Schütz in einem am Mittwoch publizierten Interview mit Tamedia-Zeitungen.
Cyberattacke: Veröffentlichung von Daten war kein gezielter Angriff
Zurzeit habe das NCSC keine Hinweise darauf, dass weitere Daten des Bundes bei Xplain gefährdet seien: NCSC-Direktor Florian Schütz. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

«Play» greife ein Unternehmen nach dem anderen an, sagte Schütz im Tamedia-Interview. Die Gruppierung erbeute Daten, verschlüssele sie und fordere Lösegeld. Eine Lösegeldforderung gab es laut Schütz nur gegenüber dem IT-Dienstleister Xplain. «Und die hat nicht bezahlt, was wir begrüssen», sagte Schütz.

Hacker hatten eine Schwachstelle auf den Servern von Xplain mit Ransomware angegriffen und dort Daten der Bundesverwaltung gestohlen. Weil kein Lösegeld einging, veröffentlichten sie Daten im Darknet.

Geschädigte werden informiert

Zurzeit habe das NCSC keine Hinweise darauf, dass weitere Daten des Bundes bei Xplain gefährdet seien. Hinzu komme, dass Gruppierungen wie «Play» sich schnell auf nächste Ziele konzentrieren würden.

Die Analyse aller Daten werde noch längere Zeit dauern, sagte der NCSC-Direktor. «Alle Geschädigten werden informiert, per Post oder per E-Mail», sagte Schütz. Die Behörde oder Firma werde die Geschädigten dann auch darüber informieren, was zu tun sei. Grundsätzlich empfahl er Privatpersonen, nichts zu machen. (sda/nil)


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