Mark Zuckerberg versucht nach drei Jahren Pause erneut, woran Google, Amazon und Co gescheitert sind: die Eroberung des chinesischen Marktes. Insbesondere versucht er damit, Investoren von dem Wachstumspotenzial des Social Networks zu überzeugen.
Nationale Netzwerke leichter zu kontrollieren
Bereits die Hälfte der 500 Millionen Internet-Nutzer in China hat ihr Netzwerk gefunden. Marktführer sind Renren und Sina, das mit Weibo die chinesische Twitter-Variante betreibt, wodurch Facebook eigentlich schon fast zu spät dran ist. Der Vorteil von Facebook gegenüber den nationalen Netzwerken ist jedoch die globale Reichweite. Doch sind Renren und Sina wiederum leichter durch die öffentliche Hand zu kontrollieren, was die Chinesische Regierung wohl nicht einfach so aufgeben wird.
Angst vor chinesischem Frühling gross
2009 blockierte die Regierung in Peking erstmals Facebook, da die Volksrepublik nach Unruhen in der Provinz Xinjiang befürchtet hat, dass erst das Netzwerk die Organisation der Demonstrationen ermöglicht. Auch Twitter und YouTube werden von der kommunistischen Führung blockiert. Die Zensurmassnahmen waren auch Grund für Google den Markt aufzugeben. Die Angst vor einem chinesischen Pendant zum arabischen Frühling ist gross. Experten zufolge ist dieser auch erst durch Plattformen wie Facebook ins Rollen gekommen. (pte)

