Das Karriere-Netzwerk LinkedIn ist nach drei Verlustquartalen in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. In den vergangenen drei Monaten gab es einen Gewinn von knapp 3,1 Millionen Dollar. Das Jahr schloss LinkedIn allerdings mit einem Minus von 15,3 Millionen Dollar ab.
Der Umsatz kletterte im Schlussquartal 2014 im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 643 Millionen Dollar, wie LinkedIn nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Das war mehr, als am Markt erwartet wurde. Die Nutzerzahl stieg in dieser Zeit um ein Viertel auf 347 Millionen. Die Aktie legte nachbörslich um fast acht Prozent zu.
Bei Karriere-Netzwerken wie LinkedIn und Xing können Nutzer Profile anlegen, mit ihren geschäftlichen Kontakten kommunizieren und auf Jobsuche gehen. Unternehmen greifen auf sie bei der Personalsuche zurück. Rund die Hälfte der Nutzung findet inzwischen auf Smartphones und Tablets statt.
Wachstum auch in der Schweiz
Anfang diesen Jahres knackte LinkedIn in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) die Marke von sechs Millionen Mitglieder. Das Karrierenetzwerk konnte damit in diesen Ländern seit Mai 2014 um 20 Prozent wachsen und seine Mitgliederzahl um eine Million steigern. Das deutsche Konkurrenzportal Xing zählt ungefähr acht Millionen Nutzer.
Zu den einzelnen Ländern kommuniziert LinkedIn jeweils keine spezifischen Zahlen. Die Schweiz verzeichne aber seit Jahren ein hohes Wachstum und habe innerhalb der DACH-Region eine tragende Rolle, wie DACH-Geschäftsleiter Till Kaestner der Nachrichtenagentur sda sagte. In der Schweiz sei LinkedIn Marktführer.
Die grösste Einnahmequelle von LinkedIn sind Lösungen für die Personalsuche. In diesem Bereich legten die Erlöse binnen eines Jahres um 41 Prozent auf 369 Mio. Dollar zu. Im Anzeigengeschäft, bei den LinkedIn-Mitgliedern Werbung angezeigt wird, stieg der Umsatz um 56 Prozent auf 153 Millionen Dollar. Die kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaften brachten LinkedIn 121 Millionen Dollar ein, das waren 38 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das Unternehmen
arbeitet daran, das Geschäft mit Unternehmensdienstleistungen auszubauen. (sda/dpa)
06.02.2015
Zurück in der Gewinnzone
Karrierenetzwerk wächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
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