Über 200 Schweizer Museen beteiligen sich am internationalen Museumstag vom kommenden Sonntag. Passend zum diesjährigen Thema "Netzwerk Museum" soll der Tag erstmals von einer Twitter-Debatte begleitet werden. Die Museen und ihre Besucher sind eingeladen, sich auf Twitter bei @swissmuseums anzumelden und ihre Einträge mit dem Hashtag #Museumstag zu versehen, wie es in den Medienunterlagen heisst.
Das Motto "Netzwerk" bezieht sich jedoch längst nicht nur auf die sozialen Netzwerke im Internet. Im Sauriermuseum in Frick steht etwa das Netzwerk zwischen Erde und Himmel im Mittelpunkt der Ausstellung. Das Musée gruérien in Bulle thematisiert gemäss Communiqué die italienische Migration in die Westschweiz.
Als Netzwerk bieten 13 Museen in Basel ein gemeinsames Programm an, das von der Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung und der Abteilung Kultur Basel-Stadt initiiert wurde und "das einen Blick hinter Normen und Idealvorstellungen erlaubt".
Weltweit 30'000 Beteiligte
An Familien - ihrerseits eine Art Netzwerke - richten sich besondere Angebote etwa im Kunstmuseum Solothurn oder im Römermuseum Augusta Raurica. Im Henry-Dunant-Museum in Heiden lässt sich die Geschichte des Roten Kreuzes und dessen Gründers mittels iPad erforschen.
Veranstaltet und koordiniert wird der Museumstag in der Schweiz vom Verband der Museen der Schweiz (VMS). Weltweit beteiligen sich dieses Jahr rund 30'000 Institutionen an dem Anlass. Der Museumstag werde allerdings höchst unterschiedlich begangen, sagte VMS-Generalsekretär David Vuillaume gegenüber der sda.
In einigen Ländern richte sich der Tag vor allem an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Russland etwa seien viele Museen am kommenden Sonntag geschlossen. In Westeuropa werde der Museumstag dagegen üblicherweise für Publikumsaktionen genutzt. (sda)

