07.03.2012

FIFF

Bundesrat Berset eröffnet Filmfestival von Freiburg

Filme aus aller Welt zu sehen.

Bundesrat Alain Berset eröffnet am 24. März das 26. Internationale Filmfestival von Freiburg (FIFF). Die diesjährige Ausgabe präsentiert 118 Filme aus 47 Ländern - vom Sozialdrama aus Ägypten bis zur Science-Fiction-Komödie aus Taiwan. Zwölf Beiträge aus zwölf Ländern konkurrieren im Hauptwettbewerb um den "Regard d'or" im Wert von 30'000 Franken. Darunter sind etwa das ägyptische AIDS-Drama "Asmaa" von Amor Salama, die vielfach preisgekrönte Internet-Komödie "Honey PuPu" von Cheng Hung-i aus Taiwan oder der mexikanische Western "The Last Christeros" von Matías Meyer.

Dem Western ist auch die Sektion "Genrekino" gewidmet - einem von zehn vom neuen Direktor Thierry Jobin eingeführten Programmgefässen. Es enthält 16 dem Genre zugeordnete Filme aus den letzten Jahrzehnten. Die Palette reicht von Akira Kurosawas Klassiker "Rashomon" (1950) bis zur chilenisch-argentinischen Koproduktion "Salt" (2011); der Film von Diego Rougier eröffnet hors concours das Festival - "wie ein Film der Coen-Brüder auf Spanisch" schwärmt Direktor Jobin. Ein weiteres von Jobin eingeführtes Programmgefäss sind die Mitternachtsvorführungen. Sie sollen ein neues Publikum erschliessen, das über die treue Stamm-Fangemeinde hinausgeht. Gemäss Unterlagen "für die wagemutigeren Teile unseres Publikums" gedacht, bieten sie "Action, Horror und Erotik".

Zu sehen ist etwa "Sex and Zen: Extreme Ecstasy 3D" von Christopher Sun. Der Film hatte in Hongkong und Taiwan mehr Eintritte verzeichnet als der Welt- Blockbuster "Avatar". "Ich bin überzeugt, dass das populäre Kino viel über eine fremde Kultur erzählt", begründet Jobin die etwas gewagte Wahl. Explizit über eine fremde Weltanschauung aufklären will die Programmsektion "Entschlüsselt", die in ihrer ersten Ausgabe dem "Bild des Islam im Okzident" gewidmet ist. Sie zeigt acht europäische Filme. Sechs der Beiträge stammen aus Frankreich, aber auch der britische Klassiker "My Beautiful Laundrette" (1985) von Stephen Frears ist hier programmiert.

Wie die Sektion "Entschlüsselt" will auch das Programm "Terra incognita" erhellen. Es ist heuer Bangladesch gewidmet, einem laut Veranstalter zu Unrecht "weissen Fleck auf der Landkarte der Kinoauswertung". Der neue Direktor freute sich am Mittwoch vor den Medien darüber, wie leicht es gewesen sei, von den 2000 gesichteten Filmen diejenigen nach Freiburg verpflichten zu können, die man wollte. "Wir mussten nie schachern". Jobin führt das auf den guten Ruf des Festivals im Ausland zurück. Das FIFF endet am 31. März mit "Bala", einer unterkühlten Actionkomödie aus Mexiko, und der Preisverleihung. Neben dem Hauptpreis, dem "Regard d'or", gibt es sieben weitere Preise, darunter auch einen Publikumspreis und eine von einer Jugendjury vergebene Auszeichnung. Die Preissumme beträgt insgesamt über 70'000 Franken. (sda)


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