Beat Furrer, der 1954 in Schaffhausen geborene Dirigent, Komponist und Mitbegründer des Klangforum Wien, erhält den Grossen Österreichischen Staatspreis 2014. Seit 1975 lebt Furrer in Wien.
Furrer sei es gelungen, "Werke zu schaffen, die nicht nur international hohe Anerkennung finden, sondern sich schon jetzt einen festen Platz in den Klassiksammlungen der Gegenwart und Zukunft gesichert haben", so Kulturminister Josef Ostermayer in einer Medienmitteilung vom Dienstag.
Vertreter der Neuen Musik
Mit Furrer wird erstmals seit dem Jahr 2010 (Olga Neuwirth) wieder ein Preisträger der Kategorie Musik ausgezeichnet. Ostermayer zeigte sich besonders erfreut darüber, dass damit ein Vertreter der Neuen Musik prämiert wird. Der Grosse Österreichische Staatspreis ist die höchste künstlerische Auszeichnung der Republik und mit 30'000 Euro dotiert. Die Übergabe soll im Herbst stattfinden.
In seiner Stellungnahme begründet der Kunstsenat seine Empfehlung mit Furrers "unverwechselbarem Stil, der geprägt ist von der menschlichen Stimme und der Wechselbeziehung von Klang, Sprache und Optik, auf Basis anspruchsvoller Texte". Furrer gehöre heute international zu den geachtetsten Komponisten, dessen Werke von renommierten Konzertinstitutionen, Festivals und Opernhäusern wahrgenommen werden.
Projekte in Hamburg und Berlin
Beat Furrer wurde 1954 in Schaffhausen geboren. 1975 übersiedelte er nach Wien, wo er Komposition studierte, 1985 gründete er zusammen mit Viktor Liberda das Klangforum Wien, dessen künstlerischer Leiter er bis 1992 war.
Seit 1991 ist Furrer Professor für Komposition an der Kunstuniversität Graz, seit 2006 Gastprofessor für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 1996 war er Composer in residence bei den Luzerner Festwochen.
Gegenwärtig arbeitet der Komponist von Bühnenwerken wie "Die Blinden", "Narcissus", "Wüstenbuch" oder "Begehren" an Projekten für die Opernhäuser in Hamburg und Berlin, wie es in der Medienmitteilung weiter heisst. (sda)

