21.11.2019

Pro Juventute

Für einen sicheren Umgang im Netz

Eine neue App soll Kinder befähigen, sich Onlinekompetenzen anzueignen. Das Crowdfunding ist gestartet.
Pro Juventute: Für einen sicheren Umgang im Netz
Das Internet vergisst nicht. Was einmal publiziert ist, bleibt unter Umständen für immer im Netz. (Bild: Pixabay)

Digitale Medien sind heute aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Nebst vielen Chancen und Freiheiten, bringt der Umgang mit Smartphones auch Herausforderungen mit sich und kann zu Problemen führen. Umso wichtiger ist, dass Kinder begleitet lernen, mit den Stolpersteinen der digitalen Welt umzugehen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Pro Juventute arbeitet an der Entwicklung einer App, die Kinder ab neun Jahren im Umgang mit Social Media und Messenger-Diensten zur Seite steht. In diesem Alter erhalten die meisten Kinder ihr erstes eigenes Smartphone und entwickeln eine für Eltern oft schwer überschaubare Selbständigkeit. Die App befähigt Kinder dank dem Einsatz von künstlicher Intelligenz, sich Onlinekompetenzen und -Sicherheiten anzueignen und soll nach einer Pilotphase ab August 2020 vorerst in der Deutschschweiz zur Verfügung stehen. Für die Entwicklung dieser App sollen via Crowdfunding insgesamt 72'000 Schweizer Franken gesammelt werden.

«Als Vater von zwei Jungen erlebe ich täglich, welch grossen Stellenwert das Internet und Social Media für Kinder haben. Gleichzeitig sehe ich als Leiter von 147.ch, wie viele Kinder und Jugendliche negative Erfahrungen in der digitalen Welt machen», so Thomas Brunner, Leiter Beratung und Unterstützung bei Pro Juventute. Die App leiste einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer verantwortungsvollen und gesunden digitalen Existenz.

Austausch mit den Eltern

Eltern übernehmen eine wichtige Rolle in der Medienerziehung. Kinder lernen mit ihren Eltern, Medieninhalte kritisch anzuschauen, sie auszuwählen, zu geniessen und über Medienerfahrungen zu sprechen. Genau hier setzt die App an: Über einen Web-Zugang erhalten Eltern Hintergrundinformationen, welche sie in ihrer Rolle unterstützt und sie fit macht in einer sich immer schneller verändernden digitalen Welt. Dabei können die Eltern das Nutzerverhalten der Kinder und Jugendlichen nicht überwachen oder limitieren.

Pro Juventute engagiere sich schon seit vielen Jahren für den Schutz und die Befähigung von Kindern im Umgang mit digitalen Medien. Die Entwicklungskosten für die App seien hoch und mit dem Crowdfunding-Projekt wolle Pro Juventute einen Teil der Kosten decken. Zusätzlich erhalte Pro Juventute von verschiedenen Partnerunternehmen finanzielle Unterstützung, heisst es weiter. (pd/cbe)

 

 



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